Antrieb für Windräder

FH und Siemens bauen Transversalflussmaschine

27. Oktober 2009

Maschinenbauer und Energiesystemtechniker der Fachhochschule Gelsenkirchen haben zusammen mit Siemens in Mülheim eine Transversalflussmaschine entwickelt und gebaut. Das Besondere an ihr ist, dass das magnetische Feld, das sich beim Betrieb der Maschine aufbaut, nicht radial, sondern axial geführt wird. Das führt dazu, dass die Maschine bessere Wirkungsgrade erzielt. Außerdem weist die Transversalflussmaschine besonders viele magnetische Polpaare auf, was sie geeignet macht für Direktantriebe mit kleinen Drehzahlen, bei denen keine Getriebeübersetzungen benötigt werden und Getriebeverschleiß damit kein Thema mehr ist.

Damit sind die Konstrukteure direkt bei den Nutzenvorteilen: Die Transversalflussmaschine der Fachhochschule Gelsenkirchen wäre eine technisch interessante Alternative für den Antrieb von Windkraftanlagen. Später vielleicht auch mal für den Direktantrieb von Autorädern im getriebefreien Auto.

Besonders gut eignet sie sich für die so genannten Darrieus-Windräder. Bei ihnen drehen sich die Rotorblätter nicht wie bei einer traditionellen Windmühle um eine horizontale Drehachse, sondern um eine vertikale Drehachse ähnlich wie bei einem Helikopter, wenn auch die Rotorblätter anders aussehen. Auf jeden Fall, so Mitentwickler Markus Rüter, weniger störend durch Geräusch und Schattenwurf als bei den herkömmlichen Windkraftanlagen und nach dem Wind ausgerichtet werden muss eine solche Windmühle auch nicht. Außerdem kann der Direktantrieb auch für kleine Windkraftanlagen genutzt werden, beispielsweise um auf Hausdächern aus Wind Strom zu machen.

Angefangen hatte das Projekt mit einer studentischen Abschlussarbeit, die eine solche