Grundlage für den strategischen Aktionsplan sei die Tatsache, dass der Strombedarf weltweit erheblich steigen wird. Damit zugleich Klima und Rohstoffressourcen geschont werden, käme den CO2-armen Energieträgern wie der Kernenergie und den erneuerbaren Energien eine besonders wichtige Rolle zu. Genau auf diesen beiden Gebieten sei man aktiv und verfüge damit über eine unverändert gute Ausgangsbasis.

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Um sich in diesen Märkten im internationalen Wettbewerb besser zu positionieren, müsse man aber die aktuelle Finanzsituation verbessern. Neben internationalen Themen wirke sich dabei nicht zuletzt die plötzliche Stilllegung beinahe der Hälfte der deutschen Kernkraftwerke negativ auf die kurz- und mittelfristige Arbeitsauslastung bei Areva in Deutschland aus. Durch eine signifikante Erhöhung des Exportanteils aus Deutschland, der bereits heute bei rund 50% liege, könne lediglich ein Teil dieser Auswirkungen kompensiert werden. Auch das absehbare Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien reiche nicht aus, den Rückgang der Arbeitsauslastung aufzufangen. Daher sei man gezwungen, sowohl Kosten als auch Gesamtzahl der Arbeitsplätze in Deutschland um ca. 1200-1500 Stellen während der Umsetzung des strategischen Aktionsplans zu reduzieren. Eine Schließung von Standorten in Deutschland sei nicht geplant. Ziel der Unternehmensführung sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Der Unternehmensstandort Deutschland bleibe ungeachtet der personellen Anpassungen für Areva auch in Zukunft von großer Bedeutung.