AÜW mit Energy Award 2014 ausgezeichnet

Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) und egrid haben den Energy Award 2014 in der Kategorie Stadtwerk des Jahres erhalten. Eine unabhängige Jury, besetzt mit Experten aus den Bereichen Energiewirtschaft, Medien und Politik haben die Energy Awards in fünf Kategorien vergeben. Initiatoren sind das Handelsblatt und General Electric.

24. November 2014

Die Jury wurde von dem strategischen Ansatz überzeugt, wie man im Allgäu der Herausforderung der Energiezukunft begegnet. Bereits heute werden im Netzgebiet rund 35% der benötigten Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen – das entspricht dem angestrebten Ziel der Deutschen Bundesregierung für das Jahr 2020. Grundlage für diesen Erfolg bildet die PEESA-Studie aus dem Jahr 2007, welche die Potentiale der erneuerbaren Energien im Allgäu und deren Anforderungen an das Stromnetz dargelegt hat.

Einen besonderen Erfolg verzeichnete das AÜW jüngst im Bereich der Smart Grids. Auf Basis der Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt IRENE (Integration regenerativer Energien und Elektromobilität) wurde ein Konzept entwickelt, um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf den jeweiligen Verbrauch abzustimmen. Mit dem Ziel Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen in Verbindung mit intelligenter Messtechnik effizient und wirtschaftlich zu betreiben, hat die AÜW, gemeinsam mit den Projektpartnern in Wildpoldsried, einem 2.500-Einwohner-Dorf im Allgäu, ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid) installiert und ausgewertet. So wurden im Versorgungsgebiet der Allgäuer Überlandwerks durch die Optimierung der Verteilnetze in den vergangenen Jahren bereits über 600.000 € Kosten eingespart. Das entspricht rund 20%. »Die Ergebnisse aus Wildpoldsried haben uns alle überrascht. Es zeigte sich, dass das Stromnetz wesentlich größere Reserven besitzt als gedacht«, erläutert Michael Lucke, Geschäftsführer der AÜW.

Als Tochter des Allgäuer Überlandwerks bietet die egrid ein neues Dienstleistungsangebot zur Beratung beim intelligenten Netzausbau. Wertvolles Wissen um Lösungen für Verteilnetze steht dabei im Mittelpunkt, so die Jury. Dazu kommen die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in Wildpoldsried. Das ist die Basis, mit der die egrid intelligente dezentrale Lösungen zur Einspeisung und Speicherung entwickelt, mit denen das Potenzial genutzt wird, die die Energiezukunft mit sich bringt, so die Jury weiter.