Auf der A1 an der langen Leitung

In Schleswig-Holstein geht auf der A 1 eine Teststrecke für Oberleitungs-LKW in Bau. Bis Mitte 2019 werden auf der Autobahn zwischen Reinfeld und Lübeck zehn Kilometer Oberleitungen für die Erprobung errichtet.

25. Juni 2018

„LKW, die mit Oberleitungsstrom aus Windkraft und Sonne fahren, können einen Beitrag zur umwelt- und klimaschonenden Mobilität der Zukunft leisten", so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold zu Baubeginn der Teststrecke. „Nach der Testphase steht für Elektro-LKW jetzt der Praxisversuch auf öffentlichen Straßen an."

Auf der A 1 wird hierzu ein Oberleitungssystem errichtet,  über das der elektrische Antrieb eines Hybrid-Lkw mit Strom versorgt werden kann. Das Oberleitungssystem soll mit Strom aus Wind- und Sonnenenergie versorgt werden, wie das Bundesumweltministerium (BMU) weiter mitteilt.

Fahrten zwischen Logistikzentrum Reinfeld und Hafen Lübeck

Im Rahmen eines mehrjährigen Feldversuches erfolge eine ökonomische und ökologische Bewertung des Systems unter realen Verkehrsbedingungen, zum Beispiel zum Energieverbrauch der eingesetzten LKW. Dafür wird die Spedition Bode auf der Teststrecke mehrere so genannte Oberleitungs-Hybrid-Lkws für Transporte zwischen dem Logistikzentrum in Reinfeld und dem Hafen Lübeck einsetzen.

Der Bau der Fahrleitungsanlage wird von Siemens in Zusammenarbeit mit SPL Powerlines Germany realisiert. Das Projekt „Feldversuch eHighway an der BAB A1 in Schleswig-Holstein (FESH)“ wird vom Bundesumweltministerium laut eigener Angabe mit rund 19 Millionen Euro gefördert.

Weitere Teststrecken

Das BMU fördert ebenfalls den Bau einer Oberleitungs-Teststrecke auf der A5 in Hessen und auf der Bundesstraße 462 im Murgtal in Baden-Württemberg. Für die Entwicklung praxistauglicher LKW mit Stromantrieb gibt das Ministerium eigenen Angaben zufolge derzeit insgesamt über 70 Millionen Euro aus.