Auftragsflut bei Photovoltaikanlagen

Ursache unter anderem die Reduzierung der Einspeisevergütung

07. Dezember 2009

Trotz, nach eigenen Aussagen, deutlich erhöhter Kapazitäten der EnBW kommt es zu Engpässen Stuttgart. Photovoltaikanlagen sind auch in Baden-Württemberg zurzeit der große Renner. Die EnBW Regional AG als Verteilnetzbetreiber erlebt eine wahre Antragsflut. Ursache ist unter anderem die Reduzierung der Einspeisevergütung für Neuanlagen zum Jahreswechsel 2009/2010 um etwa 10 %.

In diesem Jahr sind bereits 22.500 Anschlussanfragen eingegangen. In einzelnen Regionen bedeutet dies eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa 50 %. Derzeit liegen der EnBW noch rund 3.000 Anträge auf Anschluss von EEG-geförderten Anlagen vor.

Selbstverständlich schließt die EnBW die Anlagen unverzüglich an, informiert das Unternehmen. Vor dem Anschluss ans öffentliche Stromnetz muss jedoch eine sicherheitstechnische Netzberechnung durchgeführt werden. Dies ist erforderlich, um die Betriebssicherheit des Netzes für unsere Kunden weiter zu gewährleisten.

Sollte sich dabei herausstellen, dass die Kapazität der bestehenden Stromleitungen nicht ausreicht, muss zunächst das jeweilige Stromnetz ausgebaut werden. Die unerwartet hohe Zahl von Anträgen führt daher insgesamt zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten.

Die EnBW hat gegengesteuert, um das Antragsaufkommen zu bewältigen.

Nach einem ersten Personalaufbau werden inzwischen alle verfügbaren Mitarbeiter mit der entsprechenden Qualifikation für die Anschlüsse von EEG-Anlagen eingesetzt. Überstunden und Wochenendarbeit ermöglichen zusätzliche Kapazitäten und es wurden kurzfristig Leasingkräfte verpflichtet. Zusätzliche weitere Stellen wurden geschaffen. Trotz Überstunden und Personalaufstockung ist die Menge an Anträgen aber vermutlich nicht mehr vollständig bis zum Jahresende zu bewältigen.