Ausbaupotenzial Bahntrasse?

Stromnetz

Technische Hindernisse sowie teils hohe Kosten lassen die bestehenden Bahnstromtrassen nur unter engen Restriktionen für den Netzausbau geeignet erscheinen.

01. August 2012

Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Bundesnetzagentur veröffentlichtes Gutachten der Leibniz Universität Hannover, der TU Dresden und der TU Clausthal. Demnach werde die Möglichkeit oft allzu optimistisch beurteilt. Die Gutachter kommen zum Ergebnis, dass eine Parallelführung von 16,7Hz Bahnstromfreileitungen und HGÜ-Erdkabelsystemen technisch möglich sei. Allerdings stellt diese Variante die mit Abstand teuerste Möglichkeit dar. Mit Blick auf wirtschaftliche Gesichtspunkte schlagen sie daher im Ergebnis die weitere Prüfung einer Parallelführung von 16,7Hz-Bahnstrom- und HGÜ-Freileitungen auf einem gemeinsamen Mastgestänge vor. Hierfür wären störungsarme Umbaulösungen nötig, da vorhandene Bahnstromfreileitungsmaste durch neue kombinierte Maste ersetzt werden müssten. Diese Lösungen und die benötigten Masten müssten noch entwickelt werden.

www.bnetza.de

Erschienen in Ausgabe: 06/2012