Ausschreibungsmodell für PV-Anlagen

13. Update 15.12.2015 – Zuschläge der dritten PV-Ausschreibungsrunde bekannt gegeben Am 11.12.2015 hat die Bundesnetzagentur die Ergebnisse des Zuschlagsverfahrens für den Gebotstermin 01.12.2015 auf ihrer Internetseite bekannt gegeben. Ausgeschrieben war ein Volumen von 200 Megawatt installierter Leistung. Der Höchstwert der dritten Gebotsrunde, d.h. der Wert, der maximal geboten werden durfte, betrug 11,09 Ct/kWh.

11. Januar 2016

Bezuschlagt wurden 43 Gebote, darunter auch je drei Gebote von Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) und natürlichen Personen sowie zwei Gebote von Genossenschaften. In dieser Runde findet – wie schon in der Vorrunde – das Einheitspreisverfahren Anwendung, d.h. der Gebotswert des letzten bezuschlagten Gebots ist maßgeblicher Zuschlagswert für alle bezuschlagten Gebote. Daher steht der Zuschlagswert für die dritte Ausschreibungsrunde erst fest, wenn das Gebotsverfahren abgeschlossen ist. Bis zum 05.01.2016 haben die Bieter der bezuschlagten Gebote Zeit, die entsprechende Zweitsicherheit bei der Bundesnetzagentur zu hinterlegen. Erst dann entscheidet sich, ob noch ein Nachrückverfahren durchzuführen ist.

Weitere Einzelheiten zu dieser Ausschreibungsrunde hat die Bundesnetzagentur bisher noch nicht bekannt gegeben, so dass sich über den Erfolg und die Wettbewerbsintensität noch keine Aussagen treffen lassen. Wir halten Sie aber gerne weiter auf dem Laufenden.

14. Update 06.01.2016 – Zuschlagswert der dritten Ausschreibungsrunde steht fest

Das Zuschlagsverfahren der dritten Ausschreibungsrunde (Gebotstermin 01.12.2015) wurde abgeschlossen. Bis zum 05.01.2016 24.00 Uhr hatten die Bieter der bezuschlagten Gebote Zeit, die Zweitsicherheit bei der Bundesnetzagentur zu hinterlegen. Am 06.01.2016 gab die Behörde auf ihrer Internetseite bekannt, dass kein Nachrückverfahren durchgeführt wird.

Damit steht nunmehr auch der für alle bezuschlagten Gebote maßgebliche, einheitliche Zuschlagswert fest. Dieser beträgt nach Angaben der Bundesnetzagentur 8,00 ct/kWh und liegt damit nochmals 0,49 ct/kWh unter dem Zuschlagswert der zweiten Ausschreibungsrunde (Gebotstermin 01.08.2015). Dies legt die Vermutung nahe, dass in dieser Gebotsrunde vermehrt strategisch tendenziell zu niedrige Gebote abgegeben wurden, welche nicht die tatsächlichen Stromgestehungskosten der jeweiligen geplanten Anlage widerspiegeln. Der Behörde zufolge betrug der niedrigste Gebotswert gerade mal 0,09 ct/kWh. Insofern zeichnet sich bereits nach zweimaliger Anwendung ab, dass das Einheitspreisverfahren zwar zu niedrigen Förderkosten führt, aber nicht geeignet ist, die tatsächlichen Stromgestehungskosten zu ermitteln. Es wird abzuwarten bleiben, wie viele der geplanten Anlagen, die in dieser Runde einen Zuschlag erhalten haben, in der Zukunft tatsächlich realisiert werden.

Nächster Gebotstermin gem. § 3 Abs. 1 Freiflächenausschreibungsverordnung (FFAV) ist der 01.04.2015. In der kommenden Ausschreibungsrunde findet für die Ermittlung des Zuschlagswerts dann wieder – wie in der ersten Ausschreibungsrunde (Gebotstermin 15.04.2015) –das sog. Gebotspreisverfahren Anwendung. D.h. der Zuschlagswert der bezuschlagten Gebote entspricht dem jeweiligen individuellen Gebotswert. Insofern wird spannend sein, in welchem Bereich die Gebotswerte in der nächsten Ausschreibungsrunde im Vergleich zu der jetzt abgeschlossenen liegen werden.

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