ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Autostrom abrechnen ist leichter gesagt als getan

Ob in Parkhäusern, auf Parkflächen von Wohnkomplexen oder auf dem Firmenparkplatz: der Bedarf nach Lademöglichkeiten für Autostrom steigt. Aber wie können Vermieter den Ladestrom effizient abrechnen?

30. Mai 2018

Das haben sich auch die Experten von Mennekes im westfälischen Kirchhundem gefragt – und zusammen mit Partnern die Software Chargecloud entwickelt.

 

Mennekes hat nach eigenen Angaben bereits mehrere tausend Ladepunkte realisiert, von der einzelnen Ladesäule bis hin zu komplexen Ladeparks, für die es vernetzte und intelligente Systeme braucht.

 

„Wenn es um den Betrieb von Ladepunkten, die Kundenverwaltung und die Abrechnung von Ladevorgängen geht, dann nutzt man heute für die maximal effiziente Abwicklung Software as a Service“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Mennekes betreibt Chargecloud gemeinsam mit Powercloud und Rheinenergie.

 

Software as a Service

 

Die Lösung bietet dem Charge Point Operator ein Monitoring der eigenen Ladeinfrastruktur und unterstützt die Auswertung durch die Bereitstellung aller erforderlichen Daten in Echtzeit.

 

Gleichzeitig ermöglicht die Software das Regeln der Zugriffsberechtigungen der Nutzer und das Verwalten aller relevanten Kunden- sowie Vertragsdaten durch den E-Mobility Service Provider (ESP). Diese Provider betreiben meist nur wenige Ladesäulen selbst.

 

„Im Normalfall suchen sich ESPs die Ladesäulenbetreiber als Vertragspartner und sorgen dafür, dass die Autofahrer den Zugang zu den Ladesäulen bekommen“, so Mennekes.

 

Insbesondere dann, wenn die Fahrer mit den Ladesäulenbetreibern keinen direkten Vertrag abgeschlossen haben. E-Mobility-Service-Provider organisieren somit eine Art Roaming, wie man es vom Mobilfunk-Roaming bei Auslandsaufenthalten kennt.

 

Per Chargecloud können Verbesserungen und neue Features umgehend für alle Ladepunkte ausgerollt werden, heißt es.

 

Den Angaben zufolge vereinfachen automatisierte Prozesse, eine Anbindung an einen zertifizierten Zahlungsdienstleister sowie ein komplettes Forderungsmanagement den Betrieb öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur.

 

Laden und Abrechnen

 

Will man mit dem Laden Geld verdienen, so muss dafür Sorge getragen sein, dass nur autorisierte Kunden laden können.

 

„Die Chargecloud liefert die nötigen Software-Tools als Service, heißt es. Inzwischen haben sich den Angaben zufolge drei Möglichkeiten für den autorisierten Zugang und das Abrechnen am Markt etabliert.

 

1. Smartphone-App: Die Autofahrer starten den Ladevorgang über das eigene Smartphone. Die entsprechende App verfügt über umfangreiche Funktionen, wie Live-Anzeigen während des Ladevorgangs.

 

2. Webbasiertes Direct-Payment-Verfahren: Mit diesem Bezahlverfahren ermöglicht der Fahrstromanbieter dem Nutzer den gesetzlich vorgeschriebenen Ad-Hoc Zugang für öffentliche Ladepunkte. Jeder Nutzer eines Elektroautos muss in der Lage sein, diskriminierungsfrei und ohne einen vorherigen Vertragsabschluss sofort laden zu können. So verlangt es die Ladesäulenverordnung II. Bezahlt wird mit einem webbasierten Bezahlverfahren per Kreditkarte.

 

3. E-Roaming: Den Nutzern von E-Fahrzeugen wird durch das E-Roaming der Zugang zu Ladestationen verschiedener Anbieter mit nur einer Ladekarte beziehungsweise Lade-App ermöglicht. Der Elektroautofahrer erhält die Rechnung also immer von seinem Vertragspartner, dem E-Mobility Service Provider. Der Betreiber einer Ladesäule wiederum verrechnet den Strom mit dem Provider.

 

Betreibermodelle

 

Mit den verschiedenen Lösungen von Mennekes sind nach Unternehmensangaben drei Betreibermodelle möglich.

1. Selbstbetrieb: Per Chargecloud kann eine komplette Ladeinfrastruktur eigenständig betrieben werden.

 

2. Fremdbetrieb: Dabei wird der Betrieb an einen Fremdbetreiber wie beispielsweise das lokale Stadtwerke abgegeben. Dieser Betreiber fungiert dann als Provider und Operator gleichzeitig.

 

3. Betrieb abgeben und Kontrolle behalten: Zukünftig bietet Mennekes nach eigenen Angaben einen Service zur Übernahme des Betriebes.