Bad Kissinger Kurbad setzt auf Kasseler Wärmetechnik

Niedertemperatur und flexible Dampferzeugung senken Energiebedarf

25. Januar 2007

Das bayerische Staatsbad Bad Kissingen setzt auf Wärmetechnik des Kasseler Energiedienstleisters Städtische Werke AG. Anstelle einer zentralen Heißwasseranlage hat der hessische Versorger seit August einen Niedertemperatur- und einen Brennwertkessel mit je 1.120 kW Leistung sowie einen 150 kW-Schnelldampferzeuger installiert.

Vorteil dieses Versorgungskonzeptes: Die neuen Kessel müssen nicht ständig energieaufwendig auf einem hohen Temperaturniveau gehalten werden, sondern bereiten auf Bedarf Dampf und Wärme, zum Beispiel zur schnellen Erwärmung von Moorbädern. Dadurch sollen, laut Anbieter, die neuen Anlagen deutlich weniger Energie verbrauchen, denn die zentrale Heißwasserbereitung musste ein Vielfaches des eigentlichen Bedarfs ständig auf Abruf bereithalten. Rund 3.100 MWh wird die neue Anlage nun im Jahr leisten.

Den Grundstock für den Jahresenergiebedarf liefert ein Blockheizkraftwerk, das in die Anlage eingebunden ist. Die Investitionshöhe liegt bei 410.000 €. Als Vertragslaufzeit haben die Hessen und Bayern zehn Jahre vereinbart.