Bares Licht

Markt

Industrie & Gewerbe - Auch wenn der Anteil an den Energiekosten, den ein Unternehmen für die Beleuchtung ausgibt, sehr unterschiedlich ist: Das Potenzial energieeffizienter Produkte und technischer Optimierungen wird oft unterschätzt.

28. März 2018

In kaum einem anderen Bereich in Industrie und Gewerbe steckt so viel Einsparpotenzial wie in der Beleuchtung, so die MVV. Das liege vor allem am technischen Fortschritt, durch den LED-Leuchten und -Leuchtmittel zu hocheffizienten und vielseitigen Lichtquellen geworden sind.

Größter Vorzug der LED ist laut dem Unternehmen die hohe Energieeffizienz. Sie erzeugen mit einem Lichtstrom von bis zu 150 Lumen pro Watt Leistungsaufnahme rund zwölfmal mehr nutzbares Licht als herkömmliche Glühlampen oder anders herum: Mit nur einem Zwölftel der Energie können LED die gleiche Lichtstärke erzielen wie Glühlampen.

Im Vergleich zu Kompaktleuchtstofflampen, den sogenannten Energiesparleuchten, liegt der Vorteil der Technologie noch beim Faktor zwei bis drei. Durch eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung können also, je nach aktuellem technischem Stand, zwischen 50 Prozent und 90 Prozent des Stroms für die Beleuchtung gespart werden.

Auf die Anforderungen anpassen

Durch die geringen Abmessungen jeder einzelnen LED sind diese Lichtquellen laut dem Energieversorger flexibel und vielseitig einsetzbar – von der gleichmäßigen Ausleuchtung großer Räume bis zur punktuellen und zielgenauen Beleuchtung.

Auch bei der Lichtfarbe seien LED genauso variabel wie andere, weniger energieeffiziente Technologien. Die Produkts- und Angebotsvielfalt im Markt macht es möglich, für jede Anforderung das passende Lichtkonzept auf LED-Basis zu finden.

Um garantiert zur richtigen Lösung zu kommen, ist die Expertise von Fachleuten unerlässlich, so das Unternehmen. Sie erarbeiten auf Basis der bestehenden Beleuchtung mit dem Kunden ein Konzept für eine neue Lösung und setzen es anschließend um.

Die dafür nötige Investition muss nicht unbedingt der Kunde tragen – im Rahmen eines Contracting-Projektes kann das auch der Dienstleister tun. Die Einsparungen aus der neuen Beleuchtung teilen sich dann Kunde und Contracting-Geber für einen vorher festgelegten Zeitraum.

Am Ende dieser Laufzeit geht die Beleuchtung ins Eigentum des Kunden über. Für diesen hat nach Angaben des Versorgers ein solches Contracting-Modell eine Reihe von Vorteilen: Dazu zählt eine spürbare Kostenentlastung ab dem ersten Tag sowie ein von Experten maßgeschneidertes Beleuchtungskonzept.

Außerdem führt es zu weniger Stromverbrauch und damit CO2-Ausstoß. Es sind keine Investitionen notwendig, und es besteht kein Betreiberrisiko.

62 Prozent weniger Energie

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV hat mit ›Smart Light Efficiency‹ ein solches umfassendes Contracting-Modell im Programm. Gemeinsam mit dem Beleuchtungs-Spezialisten Luminatis bieten die Mannheimer sowohl Unternehmen der produzierenden Industrie als auch aus Gewerbe, Logistik, Handel und Gesundheitswesen Lösungen an, die genau auf jeden Anwendungsfall angepasst werden.

So auch bei dem Unternehmen Linhardt. Der führende Verpackungshersteller aus dem badischen Hambrücken setzt auf Innovation und Energieeffizienz. Die Produktionsanlagen der Firmengruppe zählen zu den modernsten weltweit. Auch in Sachen Energieeffizienz nimmt Linhardt eine Vorreiterposition ein und arbeitet dabei eng mit MVV zusammen.

Bei der Beleuchtung hat sich das Unternehmen für Smart Light Efficiency von MVV entschieden. Insgesamt werden 1.700 Leuchten auf LED umgerüstet, womit der Energieeinsatz für Licht um 62 Prozent und der jährliche CO2-Ausstoß um circa 200 Tonnen sinken.

WISSEN KOMPAKT

Die reinen Anschaffungskosten liegen höher als bei herkömmlichen Leuchtmitteln. Ein Blick auf die Stromkosten zeigt jedoch: Wenn LED mehr als acht Stunden am Tag brennen, lohnt sich die Umrüstung bereits nach weniger als drei Jahren. Denn die Stromersparnis gegenüber konventionellen Beleuchtungen beträgt bei gleicher Lichtleistung bis zu 90 Prozent.

Das liegt vor allem an der höheren Energieeffizienz: Eine weiße Glühlampe verwandelt zum Beispiel nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht. Bei LED liegt dieser Wert heute bei rund 35 Prozent.

Beim Thema Öko-Bilanz lassen LED alle anderen Leuchtmittel hinter sich. So sind sie kein Sondermüll, da sie keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe enthalten.

Zudem erreichen LED-Lampen mit 50.000 Stunden eine längere Lebensdauer als andere Lichtquellen. LED-Leuchten arbeiten bis zu 25.000 Stunden. Eine Halogenlampe erreicht im Schnitt etwa 2.000 Stunden, eine Leuchtstofflampe etwa 18.000 Stunden.

Die Produktion von LED-Lampen erfordert deutlich weniger Energie als die Herstellung herkömmlicher Leuchtmittel und der Stromverbrauch von LED ist, wie schon beschrieben, im Vergleich zu herkömmlichen Lampen gering.

(Quelle: MVV)

Erschienen in Ausgabe: 03/2018