Baufortschritt am Praterkraftwerk in München

Turbinen-Technologie kombiniert Know-how aus Wind- und Wasserkraft

03. März 2010

Der Bau des Praterkraftwerks schreitet voran. Gemeinsam mit Green City Energy bauen die Stadtwerke München ein unterirdisches Wasserkraftwerk bei der Maximiliansbrücke der Praterinsel. Die Besonderheit des Praterkraftwerks ist, das es umweltschonend und unsichtbar inmitten der Landeshauptstadt München in die dortige Umgebung und in das Flussbett der Isar integriert wird. Nachdem der Druckkanal fertig gestellt wurde, kann nun mit dem Einbau des eigentlichen Herzstückes des Wasserkraftwerks begonnen werden.

Zerlegt in sechs Einzelteile erreichte die knapp 30 t schweren Turbine die Kaplan-Rohr-Turbine ihre künftige Wirkungsstätte. Ihr Laufrad misst im Durchmesser 2.300 mm, eignet sich speziell für die hier vorhandeneren Rahmenbedingungen und ähnelt mit ihren propellerförmigen, verstellbaren Flügeln einer Schiffsschraube. Mit Hilfe eines Generators der Firma Enercon, der ursprünglich aus der Windkraft stammt, wird die Turbinenleistung in elektrische Leistung umgewandelt. Durch den Einsatz von Wechselrichtern, die den erzeugten Gleich- in netzfähigen Wechselstrom anpassen, entfällt das mechanische Getriebe. Im Frühsommer wird das Praterkraftwerk in Betrieb genommen.