Bayern setzt HGÜ-Planungen aus

Netzausbau

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sorgte Anfang Februar mit seinem Moratorium gegen den bayerischen Trassenausbau für politischen Wirbel.

26. Februar 2014

Vor diesem Hintergrund haben sich die beiden Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und Tennet dazu entschlossen, die für dieses Jahr geplante Antragsstellung für das größte und längste Netzausbauprojekt SuedLink bis auf weiteres zu verschieben. Ebenfalls davon betroffen waren die für den Februar vorgesehen Informationsveranstaltungen. Die Gleichstromverbindung soll ab 2022 Windstrom über 800km von Schleswig-Holstein bis nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Hintergrund: Die Bayerische Staatsregierung hat einen Planungsstopp für neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen in Bayern bis zum Sommer beschlossen. Die bayerische Staatsministerin Christine Haderthauer sagte, mit der geplanten Reform des EEG ändere sich die Geschäftsgrundlage. »Erst wenn wir hier ein Szenario haben, können wir sagen, was wir an Trassen brauchen, ob die Trassen notwendig sind und wie sie liegen.« Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel äußerte sich auf dem Berliner Energy Forum wie folgt: »Was wir nicht brauchen in Deutschland ist ein Planungsstopp für die neuen Übertragungsnetze. Worum es tatsächlich geht, ist eine sinnvolle Verzahnung mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien.«

www.csu.de, www.bayern.de

Erschienen in Ausgabe: 02/2014