Bayerngas sucht in Brandenburg nach Erdgas

Bayerngas wird ab dem Jahr 2013 in der Gemeinde Beeskow im Landkreis Oder-Spree, Brandenburg, nach Gas suchen. Bisher war das Unternehmen über seine Tochter Bayerngas Norge AS, Oslo, im skandinavischen und britischen Explorationsgeschäft tätig.

22. Oktober 2012

Die über Jahre gewonnene Expertise im Offshore-Bereich sei Grundlage für ein Engagement und die Betriebsführerschaft auch in Deutschland. »Die erneuerbaren Energien benötigen Erdgas als Backup, eine deutsche Eigenförderung ist besser als zusätzlicher Import von Erdgas. In der Region Beeskow wurde bereits in den 1960er Jahren Erdgas nachgewiesen und für uns wird eigengefördertes Gas für das Gasbeschaffungsportfolio immer wichtiger«, sagt Dr. Thomas Rupprich, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH, zu den Gründen für das Engagement in Brandenburg.

Die vermutete Erdgas-Lagerstätte in der Lizenz Reudnitz, nahe der Stadt Beeskow, circa 70 km südöstlich von Berlin, liegt in einer Sandsteinschicht in 2.700 bis 3.000 m Tiefe. Das zu erwartende Gasvolumen betrage mehr als 5 Mrd. m3. Diese Menge würde ausreichen, um 200.000 Haushalte – circa 15% aller Haushalte in Brandenburg - über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einheimischem Erdgas zu versorgen, so das Unternehmen.

Bei den geplanten Bohraktivitäten handle es sich um erprobte Routineoperationen auf hohem technischen Niveau, wie sie in den letzten Jahrzehnten in ganz Westeuropa ausgeführt wurden. Das vielerorts kritisch hinterfragte Fracking-Verfahren, wie es bei Schiefergestein zum Einsatz kommt, stehe wegen der Sandsteinformation nicht zur Diskussion.