BDEW fordert bessere Förderung von KWK-Anlagen

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht eigenen Angaben zufolge im aktuellen Entwurf zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK-G) ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings seien weitere Anreize nötig, um den Bau und die Modernisierung von KWK-Anlagen zu fördern.

26. April 2012

»Der aktuelle Entwurf zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes macht deutlich, dass die Politik die Bedeutung der KWK inzwischen erkannt und im Sinne der Energiewende gehandelt hat«, so Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, anlässlich einer Anhörung zur Novellierung des KWK-G im Deutschen Bundestag. Positiv hervorzuheben seien die geplanten administrativen Erleichterungen im Bereich der Wärmenetze sowie die Aufnahme der Förderung von Wärmespeichern. Besonders letzteres würde zu einer erheblichen Flexibilisierung von KWK-Anlagen beitragen, so Müller.

Es seien allerdings auch weitere Anreize nötig, um den Bau und die Modernisierung von KWK-Anlagen zu fördern. So habe die Energiewirtschaft erneut die Erhöhung des Zuschlags für KWK-Anlagen um mindestens 0,5 ct/kWh gefordert. »Anders ist das von der Bundesregierung angestrebte Ziel, den Anteil von KWK-Strom an der Erzeugung auf 25 Prozent zu steigern, nicht zu erreichen«, erklärte Müller. Und nur so könne die Modernisierung und Neuerrichtung von KWK-Anlagen in ausreichendem Umfang gewährleistet werden.