Besser durch Erfahrung

Einsatz von SAP R/3 bei Energieversorgungsunternehmen

Am Einsatz betriebswirtschaftlicher Standard-Software führt für Energieversorger kein Weg vorbei. Die Einführung der Systeme ist für viele Unternehmen aber eine hohe Hürde; Probleme im Betrieb verhindern manchmal den effektiven Einsatz. Know-how aus zehn Jahren DV- Dienstleistung hilft der Fiducia Geno-Datenservice GmbH (FGDS), neue Software schnell und kostengünstig einzuführen sowie einen zuverlässigen Betrieb zu sichern.

17. April 2001

Betriebswirtschaftliche Software vernetzt die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche, ihre Einführung kann das ganze Energieversorgungsunternehmen (EVU) „umkrempeln“. Daher sollte die Entscheidung für ein neues System aus Sicht von FGDS- Geschäftsführer Dr. Wolfgang Claus auch immer die Bereitschaft beinhalten, bestehende Betriebsabläufe auf den Prüfstein zu stellen und sie eventuell zu verändern. „Mit unserem Dienstleistungspaket FavoritM sind wir diesen Weg konsequent weiter gegangen - wir haben alle relevanten Prozesse in EVU analysiert und die optimalen Lösungen übernommen“, begründet Dr. Claus, warum ein Energieversorger mit der Entscheidung für das R/3-Angebot von FGDS automatisch von einem Benchmarking-Prozess profitiert.

Doch ein externer Dienstleister kann nicht nur durch die Voreinstellung der Standard-Module von SAP R/3 und der Branchenlösung IS-U/CCS die Einführung unterstützen. Auch bei der Feindefinition von Prozessen sind seine Erfahrungen aus der Energiewirtschaft - verknüpft mit dem Fachwissen rund um SAP - wichtig, denn sie führen relativ schnell zu praxisgerechten Lösungen. Eine zentrale Frage ist bei jedem Projekt: Wie aufwändig sollen die Lösungen sein?

„Mit R/3 ist fast alles möglich. Aber durch zu viele Wünsche aus den Fachabteilungen wird das Lastenheft unüberschaubar“, beschreibt Dr. Claus ein Haupthindernis für die schnelle und kostengünstige Einführung von R/3. FGDS legt daher viel Wert auf eine klar strukturierte und mit Entscheidungsbefugnissen ausgestattete Projektleitung. So habe man beim letzten Großprojekt, der Einführung von SAP R/3 bei der Aktiengesellschaft für Energiewirtschaft (AfE, Bad Homburg) und der Überlandwerke Groß- Gerau GmbH (ÜWG), mit einer mehrstufigen Organisation gute Erfahrungen gemacht. Projektgruppen hatten die Verantwortung für die Bearbeitung der einzelnen Geschäftsprozesse. Die Projektleitung koordinierte die Einzelergebnisse und wachte über den Gesamtablauf. Eine Steuerungsgruppe erarbeitete die strategischen Entscheidungen. Sie bestand aus der Projektleitung sowie der Geschäftsführung der beteiligten Unternehmen. Da auch außerhalb dieser Sitzungen Grundsatzentscheidungen gefällt werden mussten, sei es von Vorteil gewesen, dass die Projektleitung eine große Entscheidungsfreiheit besaß, betont Dr. Claus.

Ein heikler Punkt beim Einführen neuer Anwendungen ist die Übernahme bestehender Daten. Sie müssen sauber aufbereitet werden, und auch die Datenmenge stellt die Verantwortlichen manchmal vor Probleme. Bei FGDS ist der Umgang mit riesigen Datenmengen jedoch Tagesgeschäft.

Neben der Branchenorientierung sei die an Bankenstandards angelehnte Sicherheitsphilosophie laut Dr. Claus eine besondere Stärke. Dies gelte auch für den produktiven Betrieb. „Auf die Verfügbarkeit der Systeme und Unterstützung durch kompetente Mitarbeiter können sich unsere Kunden verlassen - hier zeigen sich Unterschiede zu anderen Marktteilnehmern. Solche Punkte werden in der Zukunft immer wichtiger“, ist er überzeugt.

Wie gut FGDS das DV-Geschäft für EVU beherrscht, macht bereits die Flexibilität des Angebots deutlich: So kann der Kunde zum Beispiel bei der Einführung von IS-U auf Grundlage von FavoritM zwischen Outsourcing und Inhouse-Lösung wählen. Auch Festpreisvereinbarungen sind möglich.

Jens Voshage ist Journalist in Hannover

Erschienen in Ausgabe: 09/2000