BHKW in Mazedonien

Jenbacher Kraft-Wärme-Kopplungsanlage von GE betreibt 30,4-MW-Projekt

27. Mai 2009

Im Beisein von Mazedoniens Premierminister Nikola Gruevski ist in Skopje das erste mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerk (BHKW) des Landes eröffnet worden, das Emissionsreduktionszertifikate (CER – Certified Emissions Reductions) einbringen wird. Herzstück der Anlage im Industriepark Zelezara Skopje sind zehn Jenbacher Gasmotoren des Typs JMS 620 von GE Energy.

Die Errichtung der neuen Anlage erfolgte im Rahmen der landesweiten Initiative zum Ausbau effizienter Industrie- und Fernwärmeanlagen zur zuverlässigen Versorgung mit dezentral gewonnener Energie und zur gleichzeitigen Reduktion von Treibhausgasemissionen. Die neue Anlage – sie ist die erste, die in Mazedonien in Hinblick auf den ‚Clean Development Meschanism‘ (CDM) entstand – wird laut Angaben des Kunden jährlich rund 185.000 t CO2-Äquivalente einsparen. Der Verkauf der entsprechenden Emissionszertifikate sichert dabei auch den ökonomischen Erfolg des Projekts.

Bei einem Dampfausstoß von 19,5 t/h beträgt die elektrische Leistung der Anlage 30,4 MW, die thermische Leistung 13,6 MW. Durch die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme wird dabei ein Gesamtwirkungsgrad von 80,5 % erreicht. Während der gesamte Strom und der aus der erzeugten Wärme gewonnene Dampf in der Stahlproduktion eingesetzt werden soll, wird im Sommer überschüssige Wärme in das Fernwärmenetz der mazedonischen Hauptstadt Skopje eingespeist.

Entwickelt wurde das Projekts von Camco International, die AWO (WKO – Außenwirtschaft Österreich) leistete einen finanziellen Beitrag zur Umsetzung.