Bio im Tank

Der Ökostrom-Anteil der Stromerzeugung steigt und steigt, der Anteil der Erneuerbaren an der Wärmeerzeugung vergrößert sich im Vergleich dazu nur sehr langsam. Nun ist ab dem Sommer in Deutschland biogenes Flüssiggas erhältlich.

15. Mai 2017

„Als erster deutscher Energieversorger bietet Primagas den netzunabhängigen Brennstoff an, der aus organischen Rest- und Abfallstoffen sowie nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

 

Obwohl regenerative Energien beispielsweise in Form von Pellets oder Erdwärme immer häufiger zum Einsatz kommen, sind gasförmige biogene Energieträger beim Heizen bisher noch die Ausnahme, heißt es.

 

Wärme aus dem Tank

 

„Bio LPG bietet dieselben Einsatzmöglichkeiten wie konventionelles Flüssiggas, das vor allem im ländlichen Raum ohne Zugang zum Erdgasnetz genutzt wird“, so Primagas.

 

Bio LPG ist laut Primagas so zuverlässig wie konventionelles Flüssiggas. Zusätzlich ist es besonders emissionsarm. 40 bis 60 Prozent an CO2 lassen sich einsparen, wenn es vorwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, heißt es.

 

Mit Bio LPG auf Basis von organischen Rest- und Abfallstoffen ist den Angaben zufolge eine CO2-Ersparnis von bis zu 90 Prozent möglich.

 

Diese Kombination macht es vor allem für die umweltschonende Wärmeversorgung jenseits der Ballungsgebiete attraktiv.

 

Gebiete ohne Erdgasnetz

 

Aktuell sind rund 3,4 Mio. Wohnungen und 100.000 Nichtwohngebäude, vorwiegend im ländlichen Raum, nicht an das Erdgasnetz angebunden.

 

Biogenes Flüssiggas kann hier einen wichtigen Beitrag zur zukunftssicheren Wärmeversorgung leisten,

 

Um den Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral zu setzen, können Gas-Wärmepumpen in Kombination mit Bio LPG einen maßgeblichen Beitrag leisten, so Primagas.

 

Primagas bezieht sein Bio LPG aus Rotterdam. Hier entstehe den Angaben zufolge die weltweit erste Produktionsanlage für diesen Energieträger.

 

Neue Förderrichtlinie der Bundesregierung

 

Vorige Woche hat das Bundeswirtschaftsministerium die neue Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus erneuerbaren Energien vorgelegt.

 

Sie ordnet die haushaltsfinanzierte Energieeffizienzförderung neu.

 

Förder-Aus für rein fossile Heizsysteme

 

Hybridsysteme, die erneuerbare Energien einbeziehen, werden weiter gefördert, um den Übergang zu mehr Erneuerbaren im Wärmemarkt zu unterstützten.

 

Die Förderung von Heizkesseln, die ausschließlich auf fossilen Energieträgern basieren, wird 2019 auslaufen.

 

Hier die Details zum Nachlesen. www.energiespektrum.de/173912