Biomethan wird in Erdgasnetz eingespeist

Blockheizkraftwerke erzeugen damit Wärme und Strom

18. Januar 2007

Seit dem 31. Dezember 2006 wird erstmals in Bayern regenerativ gewonnenes Gas in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Zum Einsatz kommt es in zwei Blockheizkraftwerken der E.on Bayern Wärme GmbH in Poing und Puchheim. Je einer der jeweils drei 16-Zylinder-Magergemischmotoren mit Oxydations-Katalysator wird mit dem aus Rohbiogas gewonnenen Biomethan betrieben. Das in den Anlagen der RES Renewable Energy Systems GmbH in Pliening (Landkreis Ebersberg) produzierte Gas, das nach seiner Aufbereitung bis auf Nuancen dem fossilen Erdgas gleicht, wird seit Jahresende direkt in das Erdgasnetz der Stadtwerke München gepumpt. Hauptkunde ist die E.on Bayern, die damit Strom und Fernwärme erzeugt.

Das Biomethan wird aus heimischen, nachwachsenden Rohstoffen - wie zum Beispiel Getreide, Raps und Mais - gewonnen. Es entsteht durch die Aufbereitung von Biogas, dessen Hauptkomponenten Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) sind. Bei dem Verfahren wird dem Biogas der Kohlenstoffdioxid-Anteil entzogen, so dass als Hauptbestandteil Methan übrigbleibt.