Bitcoin & Co: Das sollten Investoren wissen

Als Teil der Blockchain ist die Kryptowährung Bitcoin inzwischen auch in der deutschen Energiewirtschaft zum Zahlungsmittel geworden. Nun haben Devisenanalysten der DZ Bank die Eignung des Bitcoin als Anlagewährung untersucht.

15. Januar 2018

Sie geben potenziellen Investoren zu bedenken, dass es beim Bitcoin keine fundamentalen Anhaltspunkte für einen fairen Wert gebe. Außerdem drohe grundsätzlich immer das Risiko des Totalverlustes, heißt es in einer Mitteilung der DZ Bank. 

Bitcoin, Ether, Ripple – dies sind nur drei von weit über 1.000 existierenden Kryptowährungen.

 

Spätestens seit den Kurssteigerungen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und der Einführung von Bitcoin-Futures vergeht kein Tag ohne Meldungen über das neue Geld.

 

„Während der Status quo für viele Anhänger von Kryptowährungen nur der Anfang von etwas noch viel Größerem ist, gibt es wohl mindestens ebenso viele Stimmen, die Bitcoin & Co. mit der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende oder Tulpenzwiebeln aus dem 17. Jahrhundert vergleichen“, so das Frankfurter Bankhaus.

Kryptowährung ist nicht gleich Kryptowährung

 

Zwar basieren alle weitgehend auf der Blockchain-Technologie. Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede, so die DZ Bank.

 

Dies gilt beispielsweise für die Art der Geldschöpfung oder die Existenz einer Obergrenze für die Geldmenge einer Kryptowährung.

 

Darüber hinaus variiert die Zielsetzung von einer Ergänzung des bestehenden Zahlungssystems bis hin zu einem angestrebten Ersatz der traditionellen Finanzwelt mit Zentralbanken und Finanzinstituten.

 

„Verglichen mit dem traditionellen Zahlungssystem bieten Kryptowährungen derzeit eine Möglichkeit, Überweisungen schnell, sicher und kostengünstig auch über Ländergrenzen hinweg vorzunehmen“, heißt es.

 

Dieser Vorteil dürfe aber nicht über die hiermit einhergehenden Risiken hinwegtäuschen.

 

So sei laut DZ Bank kein Händler, keine Privatperson und kein Staat verpflichtet, Bitcoin oder andere Kryptowährungen anzunehmen.

 

„Zudem besteht im Falle einer Vertrauenskrise keine zentrale Institution, die stabilisierend eingreifen kann“, so das Bankhaus.

 

Inhabern von Kryptowährungen droht im schlimmsten Fall nicht weniger als der Totalverlust ihres Engagements.

 

Zwei potenzielle Investorengruppen

 

Dennoch können den Angaben zufolge zwei potenzielle Investorengruppen identifiziert werden, die nicht unbedingt vor Kryptowährungen zurückschrecken müssen.

 

Dies seien zum einen Menschen, die aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung nach Alternativen zum etablierten Finanzsystem suchen und ohnehin kein Vertrauen in Zentralbanken oder Finanzinstitute haben.

 

Außerdem könnten Finanzmarktakteure, die in Kryptowährungen die Zukunft der Finanzwelt sehen und mit weiteren Kurssteigerungen rechnen, in Erwägung ziehen, Kryptowährungen als Beimischung in ihr Portfolio aufzunehmen.

 

„Anleger, denen das Risiko eines Totalverlusts zu groß ist, sollten hingegen von Kryptowährungen Abstand nehmen“, so die DZ Bank.

 

Blockchain - aber wie?

 

Die Energiebranche hat großes Interesse an den Möglichkeiten der Blockchain-Technologie. Doch was sollten die Unternehmen bedenken, wenn sie sich näher damit beschäftigen wollen?

 

Vorigen Herbst hat das Beratungsunternehmen BTC zehn Punkte zusammengestellt.