Blockchain-Potenzial untersucht

Die Energiewirtschaft beschäftigt sich immer mehr mit dem Thema Blockchain. Das zeigt eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (Dena) und der ESMT Berlin. Darin wurden auch die Potenziale der Technologie untersucht.

23. November 2016

Blockchain ist ein dezentraler Ansatz, um Daten sicher und direkt auszutauschen, zu verschlüsseln und zu speichern. In einer Umfrage von Dena und ESMT unter 70  Führungskräften gab die Hälfte der Befragten an, mit der Technologie zu experimentieren oder dies zu planen.

Fast zwei Drittel der im Rahmen der Studie befragten Entscheider halten eine weitere Verbreitung von Blockchain für wahrscheinlich. 21 Prozent bewerten die Technologie gar als Schlüssel für einen grundsätzlichen Wandel des Marktes. Weitere 14 Prozent sehen sie zumindest als Nischenlösung.

Die möglichen Anwendungsfelder sind in den Augen der Befragten sehr vielseitig: Zum einen geht es dabei um die Optimierung von Prozessen, zum Beispiel Abrechnung, Zählwesen, Mobilität oder Netzmanagement; zum anderen um Handelsplattformen, zum Beispiel im Bereich der dezentralen Energieerzeugung.

Vom Anwendungsfall abhängig

Die Studie zeigt zudem, dass das Potenzial von Blockchain-Anwendungen vom speziellen Anwendungsfall abhängt. Vor allem in Märkten, in denen bereits effiziente digitale Lösungen für den geschäftsrelevanten Datenaustausch bestehen, ist die Konkurrenz groß und das Kostsenkungspotenzial begrenzt, so die Dena.

In neuen und entstehenden Märkten habe Blockchain hingegen das Potenzial, zur dominierenden Technologie zu werden. Sie könne die Effizienz von Transaktionen erhöhen, direkten Austausch ermöglichen und gleichzeitig die Kosten senken, zum Beispiel bei Lade- und Abrechnungstransaktionen für Elektrofahrzeuge.