BMWi: Angaben zu Strom- und Gaspreisen stärken Verbraucher

Strom- und Gaskunden in Deutschland sollen künftig eine genauere Auflistung über die Zusammensetzung ihrer Energiepreise erhalten. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat hierzu einen Verordnungsentwurf vorgelegt.

25. Juli 2014

Energieversorger sind bislang nicht verpflichtet, die in die Berechnung des Grundversorgungspreises eingeflossenen gesetzlichen oder durch den Netzzugang entstandenen Kostenbelastungen für ihre Kunden auszuweisen. Die Neuregelung ändert dies nun und schafft dadurch mehr Transparenz für die Verbraucher, teilt das BMWi mit.

Durch eine transparente und umfassende Ausweisung aller Kostenbestandteile werden Strom- und Gaskunden besser in die Lage versetzt, Zusammensetzung und Änderung des Preises ihrer Grundversorgung nachzuvollziehen und zu bewerten, so das BMWi. Das stärke die Vergleichbarkeit und den fairen Wettbewerb - insbesondere im Strommarkt.

Derzeit sind in Deutschland rund ein Drittel der Letztverbraucher im Grundversorgungstarif und profitieren damit künftig von den zusätzlichen Informationen: online, bei Preisänderungen, bei Vertragsbestätigung und bei der Jahresrechnung. Die ausgewiesenen Kostenbestandteile sind: Umsatzsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, EEG-Umlage, KWK-Aufschlag, Umlage nach § 19 StromNEV, Offshore-Umlage, Umlage abschaltbare Lasten und Netzentgelte.

Bis zum 17. Juli hatten Länder und Verbände Gelegenheit, sich zum Entwurf der »Verordnung zur transparenten Ausweisung staatlich oder regulatorisch gesetzter Preisbestandteile in der Strom- und Gasgrundversorgung« zu äußern. Bereits im Herbst 2014 soll die Neuregelung in Kraft treten.