BNetzA: Nord-Süd-Trassen weiter notwendig

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Beteiligung der Öffentlichkeit zu den Entwürfen für den Netzentwicklungsplan Strom 2024 und den Offshore-Netzentwicklungsplan 2024 gestartet. Der Bedarf der großen Nord-Süd-Verbindungen werde durch die Prüfungsergebnisse der Behörde zum wiederholten Male klar belegt, so Jochen Homann, Präsident der BNetzA.

03. März 2015

Die großen Trassen seien weiterhin als energiewirtschaftlich notwendig und vordringlich einzustufen. »Der rasche Ausbau unseres Stromübertragungsnetzes hat mit dem zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien und dem näher rückenden endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie an Dringlichkeit weiter zugenommen. Er ist eine Schlüsselfrage für den Erfolg der Energiewende«, ergänzt Homann.

Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben ihre Entwürfe der Netzentwicklungspläne öffentlich konsultiert und überarbeitet. Diese enthalten alle Ausbaumaßnahmen, die aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber bis 2024 für eine sichere Stromversorgung in Deutschland notwendig sind. Die überarbeiteten Pläne wurden von der BNetzA unter Einbeziehung externer Wissenschaftler sorgfältig geprüft. Im Ergebnis hält die Behörde von den vorgeschlagenen 92 Maßnahmen derzeit 63 für erforderlich. Dazu gehört vor allem die Nord-Süd-Gleichstromverbindung von Emden nach Philippsburg, von Wilster nach Grafenrheinfeld und von Wolmirstedt nach Gundremmingen. Für derzeit noch nicht erforderlich hält die BNetzA etwa die von den Netzbetreibern geforderte Gleichstromverbindung von Kreis Segeberg nach Wendlingen.

Zusammen mit den vorläufigen Prüfungsergebnissen hat die BNetzA auch den Entwurf eines Umweltberichts zu den Netzentwicklungsplänen veröffentlicht. In diesem werden die Umweltauswirkungen der beabsichtigten Netzausbauprojekte beschrieben und bewertet.

Die Öffentlichkeit und Behörden haben nun bis zum 15. Mai Gelegenheit, Stellungnahmen zu den Netzentwicklungsplänen und dem Umweltbericht abzugeben. Die Entwürfe und Bestätigungen sind auf der Internetseite www.netzausbau.de/nep-ub3 veröffentlicht und liegen bis zum 10. April bei der BNetzA in Bonn aus.