Brauerei spart mit effizienter Kesseltechnik 90MWh im Jahr

Die Brauerei Wildbräu Grafing hat sich für eine Modernisierung ihrer Dampferzeugung mit effizienter Kesseltechnik entschieden. Mit Hilfe der umgesetzten Maßnahmen kann das Unternehmen den Energieverbrauch der Anlage um circa 90MWh/a senken.

14. August 2013

Die CO2-Emissionen werden um 21t/a reduziert. Durch die Modernisierung und den Umstieg auf Erdgas spart die Brauerei jährlich circa 36.000 an Betriebskosten. Die Kapitalrendite der Investition liegt bei 40%.

Für die Prozessdampfversorgung ist bereits seit 1978 ein Dampfkessel UL der Marke Loos (heute Bosch) mit einer Leistung von 4t Dampf pro Stunde zuständig. Für die Nutzung der bis zu 230°C heißen Abgase kommt jetzt ein Economiser von Bosch Industriekessel zum Einsatz, so der Hersteller weiter.

Das Kesselspeisewasser wird vorgewärmt und so die Abgastemperatur um circa 100°C gesenkt. Der Kesselwirkungsgrad erhöhe sich durch die Reduzierung der Abgasverluste um etwa 5%, der Brennstoffverbrauch verringere sich bei Volllast analog.

Der Austausch des vorhandenen Leichtölbrenners gegen einen modernen Dualbrenner führte zu einer weiteren Effizienzsteigerung, so Bosch. Als Hauptbrennstoff wird Erdgas verwendet, lediglich im Spitzenlastbetrieb oder in Notfällen erfolgt die Umschaltung auf leichtes Heizöl.

Für die richtige Dosierung des Brennstoff-/Luftverhältnisses sorge nun eine elektronische Verbundregelung. Im Vergleich zur mechanischen Verbundregelung des alten Brenners wird eine präzisere Einstellung in der Luftzufuhr erzielt und der Brennstoffverbrauch entsprechend vermindert.

Durch den Einsatz einer Drehzahlregelung lasse sich zudem die Drehzahl des Gebläsemotors in Abhängigkeit der Brennerleistung einstellen. Die elektrische Leistungsaufnahme im Teillastbereich ist so wesentlich geringer bei gleichzeitig deutlicher Minderung des Schalldruckpegels.

Auch der Sauerstoffgehalt im Abgas werde kontinuierlich erfasst. Ist dieser zu hoch und damit die Verbrennung ineffektiv, wird die Verbrennungsluftmenge vermindert. Damit optimiere die Sauerstoffregelung den Wirkungsgrad der Feuerungsanlage, reduziert die Umweltbelastung und hilft Energiekosten zu sparen.

Die Planung des Umrüstprojekts übernahm das IGS Ingenieurbüro aus Hallbergmoos, mit der Installation war die Ernst Huber Wärmetechnik GmbH aus Rott am Inn beauftragt.