Brennstoffzelle für ein Dreifamilienhaus

Kooperationsvereinbarung von Stawag, Wingas und Hexis

27. Mai 2009

Um die Nutzungsmöglichkeiten der Brennstoffzelle im häuslichen Einsatz weiter zu erforschen, haben die Stawag (Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft), die Wingas GmbH & Co. KG (Kassel) sowie der Hersteller der Technologie, die Hexis AG aus Winterthur (Schweiz), einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Zwei Jahre wird der Einsatz eines neuen Kleinstkraftwerkes in einem Dreifamilienhaus in Aachen erprobt. Dabei soll ein Brennstoffzellen-Heizgerät sowohl die komplette Wärmeversorgung des Objektes sicherstellen als auch Strom erzeugen, der bei zukünf-tiger Serienreife des Gerätes den eigenen Energiebedarf in hohem Maße möglichst kostengünstig abdecken soll. Die elektrische Spitzenleistung des Gerätes beträgt etwa ein Kilowatt.

Die Brennstoffzelle setzt Erdgas in ein wasserstoffreiches Gas zur anschließenden Strom- und Wärmeerzeugung im Rahmen eines elektrochemischen Prozesses um. Gegenüber der herkömmlichen Stromversorgung aus einem Kondensationskraftwerk und einer separaten Wärmeerzeugung werden dabei 20 bis 30 % CO2-Emission eingespart. Das Kleinstkraftwerk ist mit seinen Raummaßen mit einem normalen Heizkessel vergleichbar. Doch anders als dieser erzeugt die Brennstoffzelle neben Wärme auch Strom. Damit wird der Wirkungsgrad erhöht und die Ressource Erdgas höchst effizient eingesetzt.