Bürger beeinflussen Suedlink-Planung

Laut Tennet hat es 112 konkrete Korridorvorschläge für die geplante Route der Windstromleitung Suedlink gegeben. Davon wurden 90 % berücksichtigt. Die Korridorvorschläge sind Ergebnis der von Tennet seit März eingesammelten Hinweise der Bürger.

29. September 2014

»Ich freue mich über das große Engagement der Bürger«, sagte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der Tennet TSO. »Die Vorschläge der Bürger haben die Überlegungen für Suedlink verändert und sind zu 90 Prozent in die Planung mit eingeflossen. Das zeigt, dass es der richtige Weg ist, die Bürger bei den Planungen für neue Stromverbindungen miteinzubeziehen. Wir werden diesen Dialog kontinuierlich fortführen.« Inzwischen sind die Vorschläge für weitere Trassenkorridore der geplanten Windstromleitung unter www.suedlink.tennet.eu veröffentlicht.

Insgesamt gingen laut Tennet über 3.000 Hinweise und Vorschläge ein. Sie wurden einzeln ausgewertet und geprüft, ob auf ihrer Grundlage Korridorvorschläge entwickelt werden können. Da viele Vorschläge sich auf gleiche Räume bezogen, wurden sie zusammengefasst, so dass letztlich insgesamt 112 Korridorvorschläge detailliert geprüft wurden, von denen Tennet 98 Korridore mit in seine Planung aufnahm.

Eine aktuell bundesweite repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers ergab zudem, dass bundesweit 78 % den zügigen und rechtzeitigen Ausbau der Stromleitungen befürworten. Ein Viertel der Bundesbürger kennt das Leitungsbauprojekt Suedlink, welches in Zukunft einen großen Teil der Energieversorgungslücke in den südlichen Bundesländern schließen wird. Unter den Befragten, die Suedlink kennen, halten 62 % den Bau der Windstromleitung für notwendig und erforderlich. Der Blick auf die Bundesländer zeigt, dass Suedlink überdurchschnittlich häufig von den Bürgern in Schleswig-Holstein mit 69 Prozent, in Niedersachsen mit 72 % und in Hessen mit 73 % befürwortet wird. In Nordrhein-Westfalen sagen 61 % und in Bayern 51 % der Befragten, dass Suedlink notwendig ist. Rund ein Drittel der Befragten ist überzeugt, dass Suedlink insbesondere gebraucht wird, um den Strom innerhalb Deutschlands zu verteilen und den Süden des Landes ausreichend mit Strom zu versorgen.