Bürger gegen neues Steinkohlekraftwerk im Saarland

RWE befürchtet längeren Betrieb älterer Anlagen.

26. November 2007

Bei einer Wahlbeteiligung von 70 % hatten sich die Einwohner von Ensdorf mit einer Mehrheit von 70 % in einer Bürgerbefragung gegen die Änderung des Flächennutzungsplans entschieden. Dieser Plan war die Voraussetzung für die Realisierung des von RWE Power geplanten 1.600 MW-Steinkohlenkraftwerkes mit einem Investitionsvolumen von 2,2 Mrd. €. Der RWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Großmann reagierte enttäuscht: »Wir bedauern außerordentlich, dass wir dieses wichtige Projekt nicht in Ensdorf realisieren können. Unser Land braucht aber neue, hochmoderne und saubere Kraftwerke, um die Preise zu stabilisieren, den Wettbewerb zu erhöhen und den Klimaschutz zu verstärken«. Damit haben diese Großprojekte für den gesamten Industriestandort Deutschland hohe Bedeutung. Deren Ablehnung würde dazu führen, dass ältere Anlagen länger betrieben werden müssten und ausländische Stromerzeuger Marktanteile gewinnen.