Caterva: Auf schnelles Wachstum einstellen

Mit Restrukturierungsplänen startet Caterva in das neue Jahr: Das Unternehmen muss sich eigenen Angaben zufolge jetzt auf schnelles Wachstum einstellen. Um sich optimal für die Zukunft aufzustellen, habe man beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt.

04. Januar 2018

Dem sei am 22. Dezember 2017 entsprochen worden, teilt das Unternehmen weiter mit. Die vorläufige Eigenverwaltung sei angeordnet worden.

Verhandlung mit potenziellen Investoren

Man werde sich nun neu ordnen und nutze die Restrukturierungsphase zudem, um neue Investoren zu gewinnen. Der Speicheranbieter steht eigenen Angaben zufolge bereits in Verhandlungen mit potenziellen Partnern.

Zum Geschäftserfolg solle außerdem die dritte Generation des Stromspeichers Caterva-Sonne beitragen – eine deutlich kompaktere Geräteversion, die kurz vor ihrer Markteinführung steht.

Keine Änderung für Kunden

Für die Kunden der Caterva ergebe sich im Rahmen des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens keine wesentliche Änderung, die Verträge werden zunächst unverändert fortgeführt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien zunächst gesichert.

Während der Restrukturierungs- und Sanierungsphase wird Dr. Carlos Mack kurzfristig die Geschäftsführung der Caterva als Generalbevollmächtigter unterstützen. Das Management wird durch Rechtsanwalt Christian Knittel, Partner der Kanzlei Brinkmann & Partner, beraten. Als vorläufigen Sachwalter hat das Amtsgericht den Restrukturierungs- und Sanierungsexperten Rechtsanwalt Dr. Christian Gerloff bestellt.

Caterva-Geschäftsführer Markus Brehler: „Die Restrukturierung im Rahmen der Eigenverwaltung eröffnet neue Chancen – für uns bei Caterva und für neue Gesellschafter, die am weltweit wachsenden Stromspeicher-Markt und an unserem Know-how zur Speichervernetzung und zum Speichermanagement partizipieren möchten.“

Angesichts der stark gestiegenen Nachfrage und der bevorstehenden Einführung der neuen Stromspeicher-Version ist Brehler überzeugt, dass das Caterva-Team nach der Restrukturierung ein großes Wachstum umsetzen kann.

Hintergrund

Die im Jahr 2013 gegründete Caterva bietet mit Caterva-Sonne einen Stromspeicher, der sich mit anderen zu einem virtuellen Großspeicher vernetzen lässt. Dessen Bewirtschaftung ermöglicht Zusatzfunktionen wie Netzstabilisierung und das Erarbeiten von Erlösen.

Caterva ist eigenen Angaben nach das weltweit erste Unternehmen, das für die Bereitstellung von Primärregelleistung zur Netzstabilisierung aus haushaltsgroßen, verteilt aufgestellten Stromspeichern zugelassen wurde.