CCS-Projekt White Rose erhält britische Fördermittel

Die britische Regierung hat beschlossen, das Carbon Capture and Storage (CCS)-Projekt White Rose zu fördern. Es erhält Mittel aus dem britischen CCS-Kommerzialisierungsprogramm. Die Finanzierung kommt dem nächsten Schritt im Entwicklungsprozess des Projektes, dem sogenannten Front End Engineering and Design zugute, so Capture Power Limited weiter.

27. März 2013

Bei der Prüfung des CCS-Projekts White Rose wurden die Umsetzbarkeit, das Preis-Leistungs-Verhältnis und Großbritanniens Zeitplan für den Aufbau einer aus Sicht der Kosten wettbewerbsfähigen CCS-Industrie in den 2020er Jahren berücksichtigt. Capture Power plant nun in der weiteren Zusammenarbeit mit dem britischen Ministerium für Energie und Klimawandel innerhalb der nächsten achtzehn Monate einen Projektvertrag für die Errichtung und den Betrieb des kompletten CCS-Projekts abzuschließen.

Das künftig neben dem bestehenden Kohlekraftwerk Drax bei Selby in North Yorkshire gelegene Kraftwerk hat eine Kapazität von 426 MW (brutto) und wird anstelle von Luft Sauerstoff zur Verbrennung der Kohle verwenden. Die sogenannte Oxyfuel-CCS-Technologie soll hier zum Einsatz kommen.

Zudem besteht die Möglichkeit, zur weiteren Verbesserung der CO2-Bilanz Biomasse zu verbrennen. Das neue Kraftwerk wird von Anfang an mit der CCS-Technologie ausgerüstet. 90% des im Kraftwerk entstehenden CO2 sollen abgeschieden und über eine Pipeline zur langfristigen Speicherung tief unter den Boden der Nordsee transportiert werden.

Capture Power ist ein Konsortium, das von Alstom, Drax und BOC für die Entwicklung des CCS-Projekts White Rose in enger Zusammenarbeit mit National Grid gegründet wurde. Der britische Energieversorger National Grid wird die Transport- und Speicherinfrastruktur für das Projekt bereitstellen.