Clens insolvent

Der Leipziger Energiedienstleister Innowatio/Clean Energy Sourcing (Clens) sowie die Tochtergesellschaften haben beim Amtsgericht in Leipzig Insolvenzanträge gestellt. Der Geschäftsbetrieb werde fortgesetzt, so das Unternehmen.

20. November 2017

Die Clens Gruppe setzt laut eigener Angabe sowohl die Belieferung an Stromkunden als auch die Direktvermarktungs- und Flexibilitätsdienstleistungen für Anlagenbetreiber fort.

Die Anträge haben die Unternehmen der Gruppe am 14. November gestellt. Derzeit werden gemeinsam mit dem durch das Amtsgericht eingesetzten, vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Philipp Hackländer, White & Case, alle Optionen geprüft, die dem Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze an den Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main dienen, wie das Unternehmen weiter mitteilt.

Gespräche mit Investoren

Zudem würden bereits Gespräche mit potentiellen Investoren geführt, die an einer Übernahme des Unternehmens interessiert sind.

Die Geschäftsführung der Clens Gruppe sowie der vorläufige Insolvenzverwalter rechnen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine zügige Sanierung des Unternehmens.

Italienische Mutter in Schieflage

Die Gründe für die Unternehmenskrise liegen außerhalb des operativen Geschäftsbetriebs, heißt es in der Mitteilung weiter. "Handelsentscheidungen auf Gruppenebene brachten die italienische Innowatio Gruppe, zu der Clens gehört, Ende vergangenen Jahres in eine anhaltende, finanzielle Schieflage." Dies sei nicht ohne Auswirkungen auf die Tochterunternehmen der Innowatio S.p.A. geblieben.