Community statt Stammtisch

Internet Immer mehr Mitarbeiter in Technik-Unternehmen gelten als Intensivnutzer von vernetzten Systemen. Weltweit sind bereits fast 20 % der Leistungsträger der Gruppe der ›Hyperconnected User‹ zuzuordnen. Sie sind weltweit vernetzt und wie selbstverständlich zu Hause in E-Mail-Diensten, E-Commerce und sozialen wie beruflichen Netzwerken und Communities. Doch den Fachleuten fehlt es an professionellen Plattformen.

06. November 2008

Gelten derzeit nach Studien etwa 20 % aller Leistungsträger als ›hypervernetzte Extremnutzer‹ so werden es in fünf Jahren schon 40 % sein, was Unternehmen zwar vor neue Herausforderungen stellt, gleichzeitig aber auch Chancen für Wettbewerbsvorteile aufzeigt. Unternehmen, die sich auf diese Entwicklung einstellen, werden sich im härter werdenden Wettbewerb um die besten Köpfe einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Wie Forscher herausfanden, können die schwindenden Grenzen zwischen privater und berufl icher Erreichbarkeit sowie Gedanken- und Informationsaustausch auch die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen. Nach PC und Internet entwickelt nun die dritte auf die ersten beiden aufbauende Technologie fast revolutionäre Kraft: es ist das Web 2.0 und der Siegeszug der Web- Communities.

Seit etwa drei Jahren schlägt sich deren Hype mit jährlicher Verdreifachung der Nutzerzahlen in der Statistik nieder. Anfänglich als private Kontakt- und Informationsbörse gestartet, prägt Web 2.0 zunehmend auch den beruflichen Alltag.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat unlängst eine Untersuchung unter Anbietern und Nachfragern aus dem Maschinen- und Anlagenbau durchgeführt, die den Nutzwert von Online- Plattformen im Internet charakterisiert. Ein Ergebnis, der in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in München entstandenen Studie ist, dass vor allem Konstrukteure und Entwickler die Möglichkeiten des Internets als Informationspool und Online-Kommunikationsplattform für die tägliche Arbeit schätzen und auch immer mehr nutzen.

Die Untersuchung zeigt überraschend, dass technisch geprägte User das Internet erheblich mehr für ihren Beruf als für private Zwecke nutzen – und das mit statistisch signifikant stark steigender Tendenz.

Gleichzeitig stellt die erhöhte vernetzte Mobilität der Mitarbeiter auch ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar. Ein durchaus lösbares Problem. Denn auch jetzt und in der Vergangenheit sind und waren Unternehmen immer abhängig von der ethischen Integrität ihrer Mitarbeiter.

Jüngere Mitarbeiter unter 35 Jahren sind mit diesen Technologien aufgewachsen. Mit dem Generationswechsel beschleunigt sich der Einzug und die Nutzung neuer Werkzeuge sowie neuer Kommunikationsstrategien aus sich heraus.

Viele Unternehmen befinden sich derzeit in einer Evaluationsphase. Ein Großteil von ihnen ist sich der für den Unternehmenserfolg immer wichtiger werdenden Bedeutung von Web 2.0 bewusst. Von dessen Einsatz versprechen sich heute schon über 40 % der Führungskräfte Verbesserungen der Kundenbeziehungen und Interaktionen zwischen Entwicklern und Konstrukteuren.

Informationsaustausch, der auch heute noch eher einem innerbetrieblichen Stammtisch mit den immer gleichen Personen am gleichen Platz gleicht, wird sich wandeln zu interaktivem Dialog in geschlossenen oder offenen Communities zwischen Spezialisten gleicher Interessenslage, wo immer sie sich gerade ins Netz einloggen.

Aber auch vernetztes Marketing und jegliches Ideenmanagement machen die Zusammenarbeit via Internet und Web 2.0 künftig genauso selbstverständlich wie es der PC und stellvertretend Google wurden. Die VDMA-Studie zeigt auch, dass die bisher erstellten Internetportale für professionelle User an den beruflichen Interessenslagen und Bedürfnissen vorbeigehen.

Von und für Fachleute

Wenn es aber um das breite Feld der professionellen Kommunikation und Information geht, wer hat dann wohl das höchste, und in täglicher Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Branchenprofis immer wieder erweiterte und bestätigte Erfahrungspotenzial? Es sind doch diejenigen, die schon immer als Informationsmittler und Kommunikationsplattformen dienten – tief eingewurzelt in ihre jeweiligen Branchen: die Fachverlage mit anerkannt kompetenten Redakteuren.

Die Henrich Publikationen, ein bekannter Verlag mit führenden Fachzeitschriften, die seit Jahrzehnten in ihren Märkten und Branchen zu Hause sind, haben ihr ganzes Erfahrungspotenzial in einem Projekt zusammengetragen und eine Internet-Plattform entwickelt, maßgeschneidert für professionellen Informationsaustausch.

Den Weg dazu haben uns sowohl die vielen in den letzten Jahren im Internet entstandenen Communities gewiesen als auch die Unzahl von Foren und Blogs. Allein auf der Basis von Web 2.0 betreiben zum Beispiel auf der Plattform Xing inzwischen mehr als sechs Millionen Mitglieder regen professionellen Gedankenaustausch und Geschäftskontakte. Das bevorstehende Web 3.0 wird eine weitere Fülle an Kommunikations- Werkzeugen zur Verfügung stellen.

Doch alle bekannten Communities und Foren sind überwiegend von privaten Inhalten getrieben und ihr Content entsprechend kunterbunt und zu offen für vertrauensvollen beruflichen und fachlichen Gedankenaustausch.

Diese Lücke, eine Informations- und Kommunikations-Plattform ausschließlich für Fachleute aus der Industrie, haben wir mit der Internet-Plattform ›automationBC.de‹ nun geschlossen.

Alle, die in ein wie auch immer geartetes Projekt einbezogen sind – Einkäufer, Entwickler, Konstrukteure, Fertigungstechniker, Mitarbeiter in Marketing, Vertrieb, Service und Support, Entscheidungsvorbereiter oder Entscheider – brauchen verlässliche Informationen und eine Plattform für professionellen Gedankenaustausch.

Bis heute existiert im WWW nichts, das wie ›automationBC.de‹ eine derart saubere und klar abgegrenzte Zielgruppenstruktur anbietet, und das fast ohne Streuverluste. Warum? Weil die Themen, die hier diskutiert werden, von uns als Verlag und in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern eingegrenzt werden können über Themenchannels und vorgegebene Struktur. Wildwuchs wird somit vorgebeugt. Vor allem weil nur derjenige Mitglied in dieser Community werden kann, der seine geschäftlichen Interessen verfolgt. Anders als bei anderen Communities wie Xing mit Themen aus Freizeit, Hobby, Selbstdarstellung oder Partnerschaft, haben solche Themen bei uns keine Plattform.

Kein Herr ›Anonymus‹

Bei ›automationBC.de‹ haben die User einen echten überprüfbaren Namen, eine Position, eine Funktion und outen sich als Mitarbeiter eines echten Unternehmens. Einen Herrn Anonymus gibt es bei ›automationBC‹ nicht. Der Verlag und die entsprechenden Partnerunternehmen sprechen als neue Mitglieder ausschließlich ihre klar definierten Zielgruppen an – Kunden, Interessenten, Lieferanten, Kooperationspartner, Universitäten, Forschungsinstitute. Sowohl Mitarbeiter der Unternehmen als auch der Verlag verifizieren vor dem Einstellen die angegebenen Mitgliedsdaten der Nutzer.

Mit intuitiv zu bedienenden Kommandozeilen ist der Nutzer mit wenigen Tastenklicks in seinem gewünschten Themenumfeld. Unnötiges zeitaufwendiges Suchen entfällt durch logische Benutzerführung. ›automationBC.de‹ beinhaltet eine Fülle von Werkzeugen, die eine zielgerichtete Kommunikation zu bestimmten Themen zwischen Fachleuten ermöglicht; sei es in offenen Diskussionszirkeln oder in geschlossenen Themenkreisen, bei denen die Teilnehmer selbst bestimmen, wer sich beteiligen soll oder darf. Dazu stellt ›automation BC.de‹ eine umfangreiche und beliebig erweiterbare Liste von Themenchannels aus der Technik, der Forschung, und allen kaufmännischen Unternehmensbereichen zur Verfügung.

Diskussion in Themenchannels

Jeder, der zu einem der Themen eine fachliche Diskussionsrunde eröffnen möchte, kann dies tun. Mitglieder bei ›automation BC.de‹ können dadurch als Moderator frühzeitig einen Themenchannel besetzen und damit die Richtung der Diskussion vorgeben und beeinflussen. Der Moderator hat die Möglichkeit zu beobachten, welches Thema sich in welche Richtung bewegt.

Er kann damit ein eigenes Beziehungsnetzwerk mit neuen Ansprechpartnern aufbauen – die alten kennt man ja – neue Ideen, neue Wege und Aspekte ausdiskutieren. Firmen können mit diesem Werkzeug sogar Marktstudien initiieren, die sonst viel Geld kosten würden oder Themen- und Entwicklungsrichtungen als Versuchsballons starten, bevor teures Geld in eine möglicherweise falsche Richtung investiert wird. Man kann neue Produkte, neue Projekte austesten im Hinblick auf ›Wie reagiert der Markt? Eine eigene Community aufzubauen ist ein teures und langwieriges Unterfangen. Daher bietet ›automation.BC.de‹ eine Möglichkeit, kostenanteilig so etwas zu installieren und zu nutzen und bei Strategiewechsel auch zu ändern oder aufzugeben.

›automationBC.de‹ fördert durch Patenschaften das Recruiting von Führungskräftenachwuchs. Hier gibt es unterschiedliche Modelle wie oder wie viele Patenschaften ein Pate übernimmt. Dadurch wird ein informeller Austausch oder eine Zusammenarbeit zwischen Paten und Hochschulabsolventen gefördert für eine eventuelle spätere Zusammenarbeit in Forschungseinrichtungen oder im Hinblick auf eine Bewerbung beim späteren Arbeitgeber.

Unternehmen kaufen sich Patenschaften, indem sie für unterschiedlich große Pakete Gebühren an ›automationBC.de‹ entrichten. Mitglieder können sich um Patenschaften bewerben, zum Beispiel um sogenannte Premiummitgliedschaften. Der Pate entscheidet immer mit, wer eine Patenschaft bekommt. Das Patenkind zeigt auf seiner Identifikationsseite immer die Flagge des Paten (Gesponsert bei xy).

Die Nutzer der Plattform können sich damit ihr eigenes Beziehungsnetzwerk aufbauen – Geschäfte werden immer zwischen Menschen gemacht. Das System bietet zudem einen umfangreichen Karrieremarkt – unter Wahrung der Anonymität. Hinzu kommt ein Termin- und Eventmanagement. Was sich dahinter und hinter weiteren interessanten Features von ›automationBC.de‹ verbirgt, lesen Sie im nächsten Heft.

INFO

Wieso automationBC.de?

Die vielen Communities, Foren und Blogs und ihre millionenfache Nutzung im privaten Sektor, ebenso wie die umfangreichen Werkzeuge des Web 2.0 haben uns den Weg gewiesen, im professionellen industriellen Bereich eine viel beklagte Lücke zu schließen. Eine Internet-Plattform mit (fast) allen Themen für den täglichen Dienstgebrauch – eine Plattform für die Kommunikation von Fachmann zu Fachmann.

Erschienen in Ausgabe: 11/2008