Conetwork baut Biomasseheizkraftwerk in Sachsen

Die Hamburger Beteiligungsgesellschaft Conetwork Erneuerbare Energien (CEE) und die Zwickauer Energieversorgung (ZEV) bauen laut eigener Angabe in Zwickau ein Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) mit einer thermischen Leistung von zehn Megawatt.

28. Juni 2011

Als Brennstoff nutze das Heizkraftwerk holzige Biomasse aus der Landschaftspflege und der Forstwirtschaft in Form von Hackschnitzeln. Die zu produzierende Wärmemenge reiche aus, um ca. 50 % des Bedarfs der Stadt Zwickau zu decken. Die Anlage nutze das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und speise neben der Wärme zusätzlich regenerativ und umweltfreundlich produzierten Strom mit rund 36 GWh in das öffentliche Netz ein, was einem Verbrauch von rund 9.600 privaten Haushalten entspreche. Das Gesamtinvestitionsvolumen liege bei rund 25 Mio. €.

Die beiden Partner haben zu diesem Zweck laut eigener Angabe das Joint Venture Heizkraftwerk Zwickau Süd gegründet und die Projektrechte vom Projektentwickler Prolignis Energie Consulting aus Ingolstadt übernommen. CEE wird bei dieser Gesellschaft 60 %, die ZEV 40 % der Anteile besitzen. Das Heizkraftwerk soll als Grundlastkraftwerk pro Jahr rd. 75.000 MWth in das Zwickauer Wärmenetz einspeisen. Der Baubeginn sei mit der Baufeldfreimachung erfolgt. Man gehe davon aus, dass Ende des Jahres 2012 erstmalig CO2 neutrale Wärme für Zwickau zur Verfügung stehe.