Daimler beendet Heimspeicher-Produktion

Der Autobauer steigt nach knapp zwei Jahren aus der Heimspeicher-Produktion aus. Nach Medienberichten stellt der Konzern den Vertrieb der selbst entwickelten Geräte ein.

03. Mai 2018

Im April 2016 wurden in Kamenz die ersten Speicher für Privathaushalte ausgeliefert. Energiespektrum über die Batterieproduktion und das Heimspeichergeschäft des Unternehmens.

Andere Anforderungen als Elektro-Autos

Laut manager-magazin.de  lohne es sich für das Unternehmen offenbar nicht, Batterien, die für Elektroautos gedacht sind, als Kellerakku einzusetzen. Diese seien technisch überfrachtet, zum Beispiel auf Erschütterung durch Bewegung oder auf Temperaturen unter Null Grad Celsius im Freien ausgelegt.

Auch mittel- und langfristig werde "die Wirtschaftlichkeit von Heimenergiespeichern auf Basis automobiler Batteriesysteme nicht gegeben sein", so Daimler gegenüber dem Medium. Der Autobauer habe ursprünglich geplant, in seiner Batteriemodulfabrik je nach Nachfrage wechselweise Auto- und Hausbatterien zu produzieren.

Im Mai 2017 hatte Daimler den Grundstein für ein neues Produktionswerk seiner Batteriemodulfabrik in Kamenz gelegt. Über die Grundsteinlegung und die Pläne auf seinen Internetseiten.

Hersteller wie Sonnen oder Solarwatt haben Konsequenzen daraus gezogen, dass stationäre Speicher andere Anforderungen haben als Autobatterien, so das Manager-Magazin weiter. Sie hätten die Zellchemie und Konfiguration auf gleichmäßige Lade- und Entladevorgänge optimiert und so die Produktion verbilligt.

Second-Life bleibt Geschäftsmodell

Trotzdem würden die Stuttgarter das Geschäft mit stationären Speichern nicht aufgeben. Allerdings konzentriere sich Daimler auf Speicher, die Stromnetze unterstützen und dabei etwa auf ausrangierte Elektroauto-Akkus setzen. Außerdem sei der Vertrieb von Heimspeichern von Kooperationspartnern geplant.