Um der Windenergie als zentralem Bestandteil der Energiewende in Deutschland neuen Aufwind zu geben, sollen finanzielle Beteiligungsinstrumente auf Bundesebene eingeführt werden, damit Kommunen und Anwohner von Windenergieanlagen WEA und deren Wertschöpfung profitieren. So das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (Ikem) in einer Mitteilung.

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So sollen Anlagenbetreiber über das EEG verpflichtet werden, je Kilowattstunde erzeugter Strommenge 0,1 Cent an Standort- und Nachbarkommunen der WEA zu zahlen. Den Vorschlag, der laut Ikem vom BMWi mit Vergütung von 0,2 ct/kWh aufgenommen wurde, hat das Ikem gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Rechtsanwaltskanzlei Becker Büttner Held erarbeitet.

„Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern sollten an der Wertschöpfung von Windenergieanlagen beteiligt werden“, erläutert Studienautor Ralf Ott. „Wir schlagen vor, dass alle Kommunen innerhalb eines definierten Umkreises, der etwa dem 15-fachen der Anlagenhöhe entspricht, finanziell beteiligt werden. Pro Windrad ergeben sich so jährlich circa 10.000 Euro, die sicher an die Kommune fließen.“

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