Dampf fürs Tannenzäpfle

Technik

Heizwerk. - Das Tannenzäpfle und andere Biere braut Rothaus mittlerweile CO 2-neutral. Der notwendige Prozessdampf kommt aus einem Hackschnitzel-Heizwerk, das Energiecontracting Heidelberg (ECH) als Partner betreibt.

26. September 2011

Bierbrauen ist energieintensiv. Seit 2008 produziert die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG in Grafenhausen ihr Bier mit Dampf aus naturbelassenen Hackschnitzeln und verbessert so deutlich die eigene Umwelt- und Kostenbilanz. Im Rahmen eines Contracting-Vertrages hat die ECH die Planung, Finanzierung, Errichtung und Inbetriebnahme für das Biomasse-Heizwerk auf dem Gelände der Brauerei übernommen. ECH ist zudem für die Brennstoffversorgung aus dem angrenzenden Schwarzwald und für den reibungslosen Anlagenbetrieb verantwortlich.

Das regenerative Leistungspaket für die Tannenzäpfle-Produktion deckt alle Bedarfsspitzen ab. Aus dem installierten Biomasse-Heizwerk liefert die ECH Rothaus 12.000 MWhth/a Wärme. Stündlich werden 4,5t Sattdampf bei 7bar zur Verfügung gestellt. Auch Spitzenlasten können mit dem Versorgungskonzept problemlos bewältigt werden. Hierzu werden bei Bedarf zwei aus dem alten Anlagenkonzept vorhandene Öl-Kessel genutzt.

Rothaus hat nur wenige eigene Investitionen getätigt und konnte seine Finanzmittel für brautechnische Anlagen einsetzen. Die Investitionen für die Energieanlage wurden zum größten Teil im Rahmen des Contracting-Angebotes von der ECH übernommen.

Als Brennstoff kommen Holz-Hackschnitzel aus dem regionalen Forst zum Einsatz. Dadurch reduziert Rothaus die Energiekosten deutlich. Denn im Vergleich zu fossilen Brennstoffen wie Öl sind Holz-Hackschnitzel wesentlich ökonomischer und aber auch ökologischer. „Mit dem Einsatz von regenerativer Energie spart Rothaus im Vergleich zu Heizöl jährlich etwa 4.000 t CO2 ein“, erläutert der Projektleiter bei der ECH.

Für die Brennstoffversorgung von Rothaus greift die ECH auf ihr Schwesterunternehmen, die BSM Bioenergie-Stoffstom-Management GmbH, zurück. Die Brennstoffe stammen aus dem regionalen Forst. Dadurch wird zum einen die regionale Wertschöpfung gestärkt. Zum anderen entfallen aufwendige Transportwege. Das trägt noch zusätzlich dazu bei, C 2 und Energie einzusparen. Damit sichert die ECH Rothaus eine ganzjährige Brennstoffverfügbarkeit. „Auch in den kalten Wintermonaten kann sich Rothaus auf die notwendigen Mengen an Brennstoff verlassen“, so der Projektleiter.

Contracting

Energielieferung mit CO2-Bonus

Die ECH konzipiert, realisiert und bewirtschaftet deutschlandweit Anlagen zur Energieversorgung von Industriebetrieben und anderen energieintensiven Liegenschaften. Als Tochterunternehmen der EC Bioenergie GmbH (ECB) aus Heidelberg greift die ECH auf fundiertes Know-how im Umgang mit Biomasse zurück. Dadurch kann die ECH ihren Kunden Leistungen rund um die Energieversorgung aus einer Hand bieten.