Das nächste Großprojekt

Laut einer Umfrage des Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation (Edna) dominiert der I-Msys-Rollout die Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen.

06. Februar 2017

So halten 79 Prozent der EDNA-Mitglieder, die sich an der Umfrage beteiligt haben, die Unterstützung des Rollouts von intelligenten Messsystemen für sehr wichtig oder wichtig. 2016 waren dies erst 26 Prozent.

Dabei steht die Umsetzung des Interimsmodells für 95 Prozent der Unternehmen im Fokus (56 Prozent: „Sehr wichtig“/ 39 Prozent: „Wichtig“).

Was macht die Politik?

In den Antworten wurde betont, dass die Rahmenbedingungen vom Gesetzgeber klar und fehlerfrei vorgegeben werden müssen und die Fristfestlegungen genügend Spielraum für die Einführung und das Qualitätsmanagement lassen sollten.

Im sogenannten Winterpaket der EU wird gefordert, Prozesse und Formate europaweit zu vereinheitlichen.

Europäischer Standard

Die Mitgliedsunternehmen seien geschlossen für die Standardisierung der Marktkommunikation in Europa, so Edna in einer Mitteilung. Dass diese Aufgabe bereits 2017 operativ angegangen werden kann, wird jedoch bezweifelt.

„Jedoch sehen immerhin 48 Prozent das Thema für wichtig an und sind auch der Meinung, dass der Verband dies auf jeden Fall aktiv unterstützen sollte. Knapp 20 Prozent finden das sogar sehr wichtig“, so der Verband.

Gleichwohl ist die Umsetzung der Vereinheitlichung für ein Drittel der Mitglieder im Jahr 2017 noch kein Thema.

Der Aufbau von behördlichen Melderegistern wie dem Stammdatenregister ist für 58 Prozent der Mitglieder wichtig oder sehr wichtig, fast 40 Prozent sehen hier jedoch noch keinen Handlungsbedarf.

Handelsprodukt Flexibilität

Anders ist dies bei den „Flexibilitäten“. Für über 70 Prozent der Teilnehmer stehen Flexibilitätsoptionen, virtuelle Kraftwerke oder Regelenergiestrategien in diesem Jahr auf der Tagesordnung.

Die Direktvermarktung hat dagegen an Bedeutung verloren. Hatten 2016 noch mehr als 70 Prozent der Mitglieder das Thema auf der Agenda, sind es in diesem Jahr nur noch rund die Hälfte.

Auch „Zugferd“ als Datenformat für den Austausch digitaler Rechnungen im unregulierten Bereich nimmt langsam an Fahrt auf. Bereits mehr als die Hälfte der Verbandsmitglieder werden sich 2017 damit beschäftigen, heißt es in einer Mitteilung.