POLITIK

Das Verteilnetz macht mobil

Der Bundesrat hat vorige Woche eine Änderung der Niederspannungsanschlussverordnung beschlossen. Grund ist der Ausbau der E-Mobilität.

20. Februar 2019
Das Verteilnetz macht mobil
(Bild: Dan Race – stock.adobe.com)

Nach Angaben des VKU würde mit der Änderung eine zentrale Forderung der kommunalen Verteilnetzbetreiber umgesetzt. „Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass eine hohe Anzahl von Ladeinfrastrukturanlagen aufgebaut und an die Verteilnetze angeschlossen werden können“, so der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

Hintergrund

Mit zunehmender Anzahl von nichtöffentlichen Ladepunkten, etwa in Wohnhäusern, Carports und auf Firmenparkplätzen, steigen die Anforderungen an die örtlichen Stromnetze an.

Laut VKU sei bereits heute absehbar, dass in einigen Bereichen die Netzbetriebstechnik, zum Beispiel die Ortsnetztransformatoren, aufgerüstet werden müssen.

Damit Netzbetreiber einen eventuellen Netzausbaubedarf frühzeitig erkennen und einplanen können, müssen sie wissen, wo Ladepunkte für Elektrofahrzeuge aufgebaut werden und zudem welche Anschlussleistung sie haben.

Anmelde- und Genehmigungspflicht

Deshalb müssen zukünftig alle Ladeeinrichtungen beim zuständigen Verteilnetzbetreiber angemeldet werden. Ladepunkte mit einer Leistung über zwölf Kilowatt müssen darüber hinaus vom Netzbetreiber genehmigt werden.

„Diese Neuerungen sind ein wichtiger Schritt, um das Netz auch bei einer zunehmenden Anzahl von Elektroautos jederzeit stabil zu halten“, so der Verband.

E-Turn statt U-Turn

2018 ist klar geworden: In den Innenstädten wird es Zeit für die Verkehrswende. Mit Zukäufen, Firmengründungen und Datenanalysen stellen sich Versorgungsunternehmen darauf ein. In Heft 1/19 stellte energiespektrum dazu Beispiele vor. Hier der Beitrag ‚E-Turn statt U-Turn‘ zum Nachlesen.