Stadt

Den Grundstein legen

Energieeffizienz, Klimaschutz, Datennetze: Moderne Kommunen sollen vielen Erwartungen gerecht werden. Kein Grund zur Sorge. Der technische Fortschritt macht es möglich.

01. Februar 2019
Plan of the urban area in the cell phone with clouds

Dienstleister haben sich mit den Erfordernissen einer modernen Infrastruktur beschäftigt und zahlreiche Services entwickelt, die speziell auf den Bedarf einer Kommune beziehungsweise eines Stadtwerks ausgerichtet sind. Wir stellen hier ein paar Services im Detail vor. Alle Anbieter sind Aussteller auf der E-world vom 5. bis 7. Februar 2019 in Essen.

Lorawan

Digitale Lösungen für die Energiewirtschaft stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Messeauftritts der Thüga-Plusgesellschaften. Conergos, E.dat, E-Maks, Syneco und Thüga Smart Service stellen Produkte und Dienstleistungen vor, mit denen kommunale Energieversorger die Chancen der digitalen Transformation ergreifen können.

Smart City

Die Funktechnik Long Range Wide Area Network, kurz Lorawan, zur Vernetzung von Sensoren bietet eine hohe Reichweite und Durchdringung bis tief in Keller oder Schächte sowie ein ausgezeichnetes Verhältnis von Kosten und Nutzen, so die Thüga. Demnach können Stadtwerke nicht nur ihre eigenen Prozesse deutlich effizienter gestalten, sondern sich darüber hinaus als Anbieter innovativer IoT-Dienstleistungen vor Ort positionieren.

»Moderne Messeinrichtungen und -systeme bilden den Kern einer digitalen Energieinfrastruktur.«

— Thüga

Auf der E-world berichten die Experten von Thüga Smart Service über ihre Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit Stadtwerken und Kommunen beim Aufbau von Lorawan-Netzen. Interessierte können sich über die Entwicklung maßgeschneiderter Dienstleistungen und die verschiedenen Lösungsangebote informieren. »Der Betrieb moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme bilden den Kern einer digitalen Energieinfrastruktur«, so die Thüga in einer Mitteilung.

Digitalisierung der Energieinfrastruktur

Daten, die hier erfasst, aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden, sind für eine Vielzahl von Akteuren relevant. Neben der Gateway-Administration bietet Thüga Smart Service Messstellenbetreibern mehrere IT-Systeme zur Digitalisierung der Energiewende an; dazu gehören beispielsweise Lösungen für die Marktkommunikation sowie das Energiedatenmanagement. Wertvoll für die Messstellenbetreiber ist, dass die Wartung sowie die Weiterentwicklung aufgrund von gesetzlichen Anforderungen bereits enthalten sind. Energieversorger können mit diesen Lösungen Zusatzleistungen wie Mieterstrom und Quartierskonzepte anbieten. »Die Komponenten dezentrale Erzeugung und intelligente Messsysteme machen skalierbare und übertragbare Quartierskonzepte mit wirtschaftlichen Mieterstrom-Lösungen möglich«, heißt es. Alle vier Jahre müssen Unternehmen, die nicht zu der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen gehören, ein Energieaudit durchführen; dazu verpflichtet sie das Energiedienstleistungsgesetz. 2019 sind die vier Jahre um.

Energieaudit

Als White-Label-Produkt bietet das Energieaudit der Thüga Energieversorgern die Möglichkeit, Kunden-Nachfragen gerecht zu werden, ohne eigene Ressourcen einzusetzen. Auf Wunsch begleiten die Thüga-Experten die komplette Umsetzung der Maßnahmen, zum Beispiel auch für das eigene Energieaudit der Versorger. Darüber hinaus gibt es ein Schulungsangebot für die Vertriebsmitarbeiter in EVU.

Rollout intelligenter Messsysteme und Smart-City-Anwendungen: Der Dienstleister Co.met aus Saarbrücken konzentriert sich auf der E-world auf zwei Gebiete mit viel Beschäftigungspotenzial für die kommenden Jahre.

Wachstumsmärkte

»Wir unterstützen unsere Kunden mit der Bereitstellung von Systemen, Lösungen und Beratung auf dem Weg ins digitale Zeitalter«, sagt Peter Backes, Sprecher der Co.met-Geschäftsführung. Basis dafür sind nach Unternehmensangaben Erfahrungen, über die Co.met als Spezialist für smartes Messwesen und Gateway-Administration verfügt. Andererseits ist Co.met als Tochter der Stadtwerke Saarbrücken dafür zuständig, die saarländische Landeshauptstadt zur Smart City zu machen.

PlusMinus

Submetering-Markt

»Insbesondere die Ablesung und Abrechnung über das Smart Meter Gateway bietet Energieversorgern die Chance, das Submetering als zusätzliche Leistung zu erbringen und somit neue Geschäftsfelder zu erobern.

Dieser Prozess wird aber vergleichsweise langsam ablaufen, da auch die Smart Meter erst nach und nach zur Verfügung stehen werden.» (Quelle: Trendresearch)

Die Verfügbarkeit und Marktreife von Internet-of-Things (IoT)-Technologien bedeutet für Versorger zugleich Chance und Notwendigkeit, auch beim Aufbau von Smart Citys eine Rolle zu spielen. »Beide Digitalisierungsströme zu vereinen und auf Basis neuer Technologien smarte, nutzenbringende Geschäftsmodelle zu entwickeln, wird zur zentralen Zukunftsaufgabe für kommunale Unternehmen«, so Co.met in einer Mitteilung.

Internet of Things

Das Unternehmen hat das Workshop-Konzept weiterentwickelt und um Beratungsangebote für das Internet of Things ergänzt.

»Wir unterstützen unsere Kunden mit Systemen, Lösungen und Beratung auf dem Weg ins digitale Zeitalter.«

— Peter Backes

Potenzielle Anwendungen sind die Verkehrsraumüberwachung, Falschparker-Überwachung, Predictive Maintenance im Netz, E-Mobility-Services und die Ableseprozessoptimierung. hd

www.thuega.de, co-met.info E-world: Thüga Halle 2, Stand 2–522; Co.met Halle 4, Stand 117

Erschienen in Ausgabe: Nr. 01/2019