dena: »Energiewende kostet, aber es lohnt sich«

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) befürwortet laut eigenen Angaben den Atomausstieg und hält ihn in einem Zeitraum bis 2020/2025 für machbar.

20. April 2011

Dies gebe ausreichend Zeit, um den Einstieg in eine umfassende Energiewende sozialverträglich zu gestalten und den Industriestandort Deutschland zu sichern. Der Bevölkerung dürfe aber nichts vorgemacht werden. Es gehe nicht nur um das Aufstellen von Windrädern und Solarzellen, sondern um die Optimierung des gesamten Energiesystems. Für den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien, der Stromnetze und moderner fossiler Kraftwerke rechne man nach eigenen Schätzungen mit einer Erhöhung des Strompreises um 4 bis 5 ct./kWh. Das würde die Stromkosten zum Beispiel für private Haushalte um rund 20% steigern. Diese Kraftanstrengung sei für den Klimaschutz und den Atomausstieg gerechtfertigt und werde sich langfristig auszahlen.

»Der Atomausstieg ist richtig und machbar, die Energiewende erst recht. Richtig, weil es der Klimaschutz, der Schutz vor Atomrisiken und der Wandel zu einer postfossilen Weltwirtschaft gebieten; machbar, weil Deutschland über die dafür nötige Leistungsfähigkeit und Innovationskraft verfügt«, so Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.