Der Bedarf zählt

Im Projekt Wärmestrompool bindet Rhein Energie Nachtspeicherheizungen in ein virtuelles Kraftwerk ein. Das CLS-Management macht ein Spezialist.

11. Oktober 2019
Der Bedarf zählt

Ziel des Projekts ist die temporäre Speicherung von Stromüberschüssen. So werden Abschaltungen bei Wind- und PV-Anlagen vermieden. Für das virtuelle Kraftwerk der Rhein Energie bedeutet das Projekt den ersten Schritt zur Nutzung von Flexibilität im Massenkundensegment, heißt es in einer Projektbeschreibung. »Aktuell sind mehr als 60 nicht zertifizierte intelligente Messsysteme und Steuerboxen bei Nachtspeicherheizungskunden im Feld eingebaut und ersetzen dort Rundsteuertechnik«, sagt Projektleiter Hans-Martin Struck von Rhein Energie Trading. Nach seinen Worten werden noch bis zu 40 weitere Heizungskunden ausgestattet.

Controllable local systems

Gwadriga ist für die Abwicklung des CLS-Managements als Full-Service verantwortlich. Nachdem das Unternehmen den Zuschlag im Auswahlverfahren erhalten hatte, entstand eine Laborumgebung, mit der die Schaltprozesse über Smart Meter Gateway und Steuerbox getestet wurden. Dann folgte ein Feldtest. Basis der Prozessdienstleistung sind der BTC/AMM Control Manager sowie Theben-Steuerboxen. Die Kopplung des Control Managers mit dem Bündelsystem von Rhein Energie erfolgt über das Protokoll IEC 60870–5–104. Das Projekt läuft bis März 2020. hd

Erschienen in Ausgabe: 06/2019
Seite: 45

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