Deutsche akzeptieren Bau neuer Hochspannungsmasten

Der Ausbau des Stromnetzes in Deutschland wird von der großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. So sind 82 % der Deutschen sogar bereit, neue Strommasten in Sichtweite ihres persönlichen Wohnumfeldes zu tolerieren. Das ist das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Putz & Partner. 1.000 Bundesbürger wurden zu ihrer Meinung nach dem Stromnetzausbau in Deutschland befragt.

13. Dezember 2011

Als Teil der Energiewende in Deutschland wird laut Putz & Partner der Ausbau des Stromnetzes von der großen Mehrheit der Bevölkerung als notwendig eingestuft (79 %). Nur so lasse sich beispielsweise künftig Windstrom, der an den Küsten produziert wird, in die südlichen Bundesländer transportieren. Für die praktische Umsetzung seien 39 % der Befragten mit dem Bau klassischer Freileitungen einverstanden und nehmen dafür den Bau der üblichen Strommasten in Kauf. Weitere 30 % wünschen sich laut Umfrage allerdings aus optischen Gründen den Einsatz moderner Design-Masten. Eine Verlegung von Erdkabeln ist nach Ansicht von 31 % der Befragten die bessere Lösung. Auch erhöhte Strompreise durch die 4 bis 10-fachen Baukosten werden von den Anhängern dieser Option hingenommen, wenn die Kabel dafür im Erdboden versenkt werden können.

Deutlich ausgeprägt ist laut Umfrage in der Bevölkerung der Wunsch am Entscheidungsprozess über den Netzausbau beteiligt zu werden. 30 % wünschen sich, dass der Streckenverlauf neuer Freileitungen künftig durch einen Bürgerentscheid basisdemokratisch legitimiert wird. Dagegen reicht es 43 % der Befragten aus, die Gemeinden stärker als bisher in die Planungsprozesse einzubeziehen. Ihre Interessen sehen die Befürworter dabei von den Gemeindevertretern hinreichend berücksichtigt. Nur eine Minderheit von 27 % ist mit dem heute gültigen Planfeststellungsverfahren zufrieden und hält Änderungen zur Entscheidungsfindung für die Streckenplanung neuer Freileitungen für überflüssig.