Deutsche Brennstoffzellen-Industrie auf Erfolgskurs

Die Umsätze der Brennstoffzellen-Industrie in Deutschland in den Bereichen Industrieanwendung, Hausenergieversorgung, Bord- oder Notstromversorgung lagen 2010 noch im zweistelligen Millionenbereich – Tendenz stark steigend. Hersteller aus Deutschland generieren entsprechend der Ergebnisse einer Industriebefragung der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA) ab 2011 hohe zweistellige Wachstumsraten.

06. April 2011

Auf der Basis der Umfrage könne unter Berücksichtigung des Gesamtmarktes allein mit Brennstoffzellen zur Stromerzeugung jenseits des Auto- und Busantriebs bereits in 2011 die 100-Millionen-Euro-Schwelle überschritten werden.

Die direkte Beschäftigung in der deutschen Brennstoffzellen-Industrie bei stationären Anwendungen und frühen Märkten sei mit über 2.000 direkten Arbeitsplätzen derzeit noch überschaubar. Hersteller bauen das Personal aber bereits stark aus und entscheiden heute über ihre Zulieferer. »Bis zum Jahr 2020 können allein mit Brennstoffzellen für stationäre Anwendungen und frühe Märkte in Deutschland mehr als eine Milliarde Euro erwirtschaftet und über 5.000 Menschen beschäftigt werden«, so Johannes Schiel, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen im VDMA. Nach Aussage der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien (NOW) werden bereits heute pro Jahr mehrere 100 Mio. € in Brennstoffzellen und Wasserstoffinfrastrukturen für Transportanwendungen investiert. Dieser Bereich sei von der Umfrage noch nicht berücksichtigt.

Der VDMA unterstützt 60 führende Hersteller und Zulieferer von Brennstoffzellen beim Ausbau des Industrienetzwerks zur Optimierung der Systeme und Komponenten sowie bei der politischen Interessenvertretung. VDMA Brennstoffzellen koordiniert die Brennstoffzellen-Industrie zum Ausbau von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland und entwickelt gemeinsam mit der Politik Einführungsstrategien für Brennstoffzellen auf den verschiedenen Märkten. Technologischer Vorsprung und ein stabiler Heimatmarkt sind für die Chancen deutscher Hersteller und Zulieferer auf dem Weltmarkt entscheidend.