Deutschland genehmigt Nord Stream-Pipeline

Nur die zweite finnische Genehmigung steht noch aus

11. Januar 2010

Die Nord Stream AG hat vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg die Baugenehmigung für den 31 km langen Abschnitt der Nord Stream-Pipeline durch die ausschließliche Wirtschaftszone Deutschlands erhalten. Damit sind alle deutschen Genehmigungen erteilt. In den Ländern Dänemark, Schweden und Russland hat das Konsortium die Baugenehmigungen schon erhalten. In Finnland steht noch die zweite Genehmigung aus. Der Bau in der ausschließlichen Wirtschaftszone wurde bereits genehmigt.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan und gehen davon aus, im Frühjahr 2010 mit dem Pipelinebau beginnen zu können. Im Folgejahr 2011 können wir dann erstes Erdgas nach Europa liefern“, sagt Matthias Warnig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nord Stream AG. Nach Fertigstellung des zweiten Pipelinestrangs wird Nord Stream im Jahr 2012 insgesamt 55 Mrd. m³ Erdgas von Russland nach Deutschland liefern, wo es in das europäische Erdgasnetz eingespeist wird.

Gazprom hat bereits in mehreren EU-Staaten langfristige Verträge über Gaslieferungen durch Nord Stream abgeschlossen. Dazu zählen Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Frankreich und Großbritannien.