Die Gefahr einer Inflation besteht...

Editorial

Nein, um Wackelkandidaten, Milliardenlöcher und Schuldenweltmeister geht es hier nicht. Dafür gibt es andere Medien.

01. August 2011

Das Wort ›Energieeffizienz‹ ist in Gefahr, medial verheizt zu werden, bis es wirklich keiner mehr hören kann. Aber kennen Sie ein besseres? Und wüssten Sie ein anderes Rezept, das den Ansatz obsolet macht, aus eingesetzter Energie das Maximum an Wirkung herauszuholen?

Energieeffizienz ist eines der wichtigsten Themen dieser Zeit. Und so zieht sich der Begriff als roter Faden durch diese Ausgabe von >energiespektrum: Dr. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des Fachverbands FDBR, weist auf die Möglichkeiten für Betreiber von Industrieanlagen hin, sich durch energetische Optimierung Wettbewerbsvorteile zu sichern (S. 16).

Für Betreiber von GuD-Kraftwerken bedeutet ein Prozentpunkt bessere Energieeffizienz die Einsparung von 25 bis 30Mio.€ Betriebskosten über die Lebenszeit der Turbinen und Anlagenkomponenten (S. 18). Und in Handel und Gewerbe sind es vor allem Stromkosten für Licht und Kältetechnik, die durch clevere Lösungen deutlich verringert werden können. Und was bedeutet es für eine Molkerei, wenn sie die 12.000t mehr Prozessdampf, die sie durch ihren heute höheren Produktionsdurchsatz benötigt, mit der gleichen Menge Erdgas erreicht, die sie auch schon 2006 für die Prozessdampferzeugung veranschlagen musste? Ganz klar: Höhere Erfolgschancen.

Diese und weitere Beispiele finden Sie im Technik-Teil dieser Ausgabe – Beiträge zu Energieeffizienz also einmal in beinahe inflationärer Fülle. Aber ich bin mir sicher, für Sie ist mindestens ein lesenswerter dabei. Wenn Sie es durch die sportliche Brille sehen, könnten Sie sich sogar anstecken mit dem Energieeffizienz-Virus. Und dann ist Ihnen egal, ob das Wort verheizt wird. Sie sehen immer neue Möglichkeiten, von Energiekosten herunter zu kommen und mehr aus dem zu machen, was Sie einsetzen müssen...

Volker Tisken

Erschienen in Ausgabe: 06/2011