Die Masse macht's

Vorige Woche hat die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für die Offshore-Windenergie veröffentlicht. Einige Projekte sollen ganz ohne Förderung realisiert werden. Zuschläge erhielten unter anderem EnBW und Dong.

20. April 2017

EnBW setzte sich in der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland mit dem Zuschlag für den Offshore-Windparks He Dreiht durch.

 

Das EnBW-Gebot für den Bau des  900 Megawatt starken Projekts kommt ohne EEG-Subventionen aus, heißt es.

 

„Mit dem heute erfolgten Zuschlag ist nun der Weg frei für eines der größten geplanten Offshore-Projekte in Europa“, so EnBW.

 

„Aktuell betreiben wir bereits zwei Offshore-Windparks mit rund 336 Megawatt und realisieren bis 2019 zwei weitere mit rund 610 Megawatt Erzeugungskapazität“, so EnBW- Vorstandsvorsitzender Frank Mastiaux.

 

Dong Energy hatte sich nach eigenen Angaben mit insgesamt sechs Projekten an der ersten von insgesamt zwei Auktionsrunden beteiligt. 

 

Alle drei bezuschlagten Projekte mit einer Gesamtkapazität von 590 MW liegen in der deutschen Nordsee.

 

„Die Fertigstellung ist jeweils für das Jahr 2024 geplant, vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung voraussichtlich in 2021“, so Dong.

 

Zwei der Gewinnerprojekte, OWP West und Borkum Riffgrund West 2, werden ohne Subventionen realisiert, heißt es. Das Gode Wind 3 Projekt erhält laut Dong 60 EUR pro MWh.

 

Null bis 0,44 Ct pro kWh

 

Die mit den Geboten dramatisch gesunkenen Preise spiegeln eine steile Lernkurve der Branche wider, so die Stiftung Offshore Windenergie.

 

Der VDMA bewertet die Ergebnisse zur ersten EEG-Ausschreibung bei Offshore-Windenergie als Meilenstein.

 

Die Ausschreibungsergebnisse – 0,44ct / kWh im Durchschnitt der Zuschläge und 0 ct / kWh als niedrigstes Gebot – seien ein bemerkenswertes Signal für den Offshore-Markt in Deutschland.

 

Weitere Informationen unter www.bundesnetzagentur.de/WindSeeG17-1