Digitale Zähler auf dem Prüfstand

Elektronische Haushaltszähler haben erstmals das Stichprobenverfahren durchlaufen – mit Erfolg. Zu der neuen Technologie lagen, im Gegensatz zu den elektromechanischen Ferrariszählern, bisher keine umfangreichen Erfahrungen vor, so Voltaris. Der Dienstleister hatte das Verfahren durchgeführt.

25. Juli 2017

In den Voltaris-eigenen Prüfstellen sind nahezu 1.000 elektronische Haushaltszähler (eHz) als Prüflinge aus 16 Stichprobenlosen für den Messstellenbetrieb von Energieversorgern und Stadtwerken nach dem amtlichen Verfahren geprüft worden.

Das aktuelle Ergebnis: Die Anforderungen des Stichprobenverfahrens wurden von allen Losen erfüllt – ein Beweis für die Zuverlässigkeit und Qualität der Geräte. Für rund 15.000 verbaute eHz konnte somit, laut Mitteilung, die Eichgültigkeit um weitere fünf Jahre verlängert werden und so Austausch- und neue Investitionskosten in Höhe von mehr als 1 Mio. € vermeiden.

Durch betriebsbegleitende Tests in den firmeneigenen Prüfstellen konnten frühzeitig Qualitätsmängel aus den anfänglichen Produktionsserien identifiziert und in Zusammenarbeit mit den Herstellern eliminiert werden, so Voltaris.

 

Poolmodell

Voltaris bietet als Dienstleistung die Teilnahme an einem sogenannten „Poolmodell“ an. Durch das Poolverfahren und die Beschaffung beziehungsweise Prüfung der Zähler im Verbund mit anderen Stadtwerken sollen sich für die Kunden Kosten und Aufwände verringern.

 

Der Dienstleister übernimmt in seinen beiden Prüfstellen alle Aufgaben des gesetzlichen Messwesens und künftig auch diejenigen Aufgaben, die sich durch neue Technologien im Zuge der Digitalisierung und Elektromobilität sowie den Transparenzanforderungen im eichrechtlichen Verkehr ergeben, so das Unternehmen.

„Durch unsere regelmäßige Qualitätssicherung erreichen wir eine Messgenauigkeit und Messbeständigkeit auf hohem Niveau und eine Verlängerung der Nutzungszeit," so Markus Barthel, stellvertretender Prüfstellenleiter und Teamleiter Instandhaltung/Qualitätssicherung bei Voltaris.

Frank Wolf, Bereichsleiter Zählerdienstleistungen, ergänzt: „Das bedeutet für unsere Kunden enorme Kosteneinsparungen und ist die Grundlage für einen wirtschaftlichen Rollout der modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme“.

Eichpflicht in Deutschland

Stromzähler, die im geschäftlichen Verkehr eingesetzt werden, unterliegen in Deutschland der Eichpflicht. Nach Ablauf der Eichgültigkeitsdauer, die bei elektronischen Zählern acht Jahre beträgt, muss das Gerät ausgetauscht oder die Eichgültigkeit verlängert werden.

Die Verlängerung kann durch das amtliche Stichprobenverfahren erreicht werden. Dabei wird eine definierte Anzahl von Messgeräten eines einheitlichen Loses ausgebaut und überprüft. War die Überprüfung erfolgreich, verlängert sich die Eichgültigkeit aller Zähler des Loses um jeweils fünf Jahre.

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