E-Mobility - Hype oder mehr?

Der klassische Verbrennungsmotor ist in den Augen der meisten Deutschen ein Auslaufmodell. Nur noch jeder Fünfte glaubt, dass Diesel- und Benzinfahrzeuge auch im Jahr 2030 noch den Pkw-Markt dominieren werden. Eine Mehrheit traut rein batterieelektrischen Antrieben und Plug-in-Hybriden eine dominante Rolle zu. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Energieagentur.

02. November 2017

Weitere 10 Prozent der Befragten setzen laut Dena-Angaben auf Wasserstofffahrzeuge.

 

Allerdings gibt eine große Mehrheit der Befragten auch an, dass sie sich noch nicht ausreichend über alternative Antriebstechnologien informiert fühlen, so die Dena in einer Mitteilung.

 

Gespalten seien die Reaktionen auf die Frage, ob die deutschen Automobilhersteller für den Wettbewerb um die Mobilität der Zukunft gut aufgestellt sind, heißt es.

 

Quo vadis Autoindustrie?

 

„Während im Schnitt knapp jeder Zweite Zweifel äußert, bewertet die Altersgruppe der 18-29-Jährigen die Zukunftsfähigkeit der Branche deutlich positiver,“ so die Agentur.

 

Demnach haben immerhin 60 Prozent der Jüngeren Vertrauen in die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie.

 

Chance für neue Geschäftsideen

 

"Die Zukunft gehört den alternativen und emissionsarmen Antrieben. Das ist bei den Verbrauchern angekommen. Jetzt geht es darum, den Umbruch als Chance zu nutzen, Angebote und Infrastrukturen auszubauen und attraktive Geschäftsmodelle zu entwickeln", sagt Agenturchef Andreas Kuhlmann.

 

Die deutschen Hersteller sollten nach seinen Worten weiter konsequent daran arbeiten, Verbraucher für innovative Antriebe zu begeistern und sie von ihrer Leistungsfähigkeit zu überzeugen.

 

Mit der Energiewende sei Deutschland bereits mitten drin in einem der faszinierendsten industriepolitischen Umbruchprozesse unserer Zeit.

 

Davon beginne auch der Mobilitätssektor zunehmend zu profitieren.

 

„Unsere Umfrage zeigt auch: Es gibt bei den Konsumentinnen und Konsumenten ein starkes Bedürfnis nach mehr Informationen“, so Kuhlmann.

 

Hamburg hat die Nase vorn

 

Hamburg ist mit 774 Ladepunkten Spitzenreiter beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in deutschen Städten. Das ist ein Ergebnis der aktualisierten Ladesäulenerhebung des BDEW. Der Verband hat auch die Bundesländer verglichen.

 

 

Weitere Informationen zu den Umfrageergebnissen unter www.dena.de/umfrage-mobilitaet