E.on-Bilanz: EBITDA um 14% gesunken

E.on hat am 12.3. seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2013 vorgestellt. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr um 14% auf 9,3Mrd.€ gesunken. Es liege damit innerhalb der erwarteten Bandbreite, ebenso wie der nachhaltige Konzernüberschuss in Höhe von 2,2Mrd.€, teilte das Unternehmen weiter mit. Das EVU hat bisher die Stilllegung von fast 13GW Kraftwerks-Kapazität in Europa beschlossen.

12. März 2014

Im Vergleich zum 31. Dezember 2012 (-35,8 Mrd.€) sank die wirtschaftliche Nettoverschuldung um rund 3,8 Mrd.€ auf -32Mrd.€, die Nettofinanzposition verbesserte sich parallel von -14,4 auf -11,5Mrd.€. Wesentliche Gründe für die Verbesserung seien hohe Desinvestitionserlöse und der positive operative Cashflow in Höhe von 6,4Mrd.€ gewesen, die vollständig zur Deckung der Investitionen sowie der Dividendenzahlung der E.on SE ausreichten.

Positiv wirkten sich Kostensenkungen im Rahmen des Programms E.on 2.0 sowie der Ergebnisanstieg im Bereich Exploration & Produktion aus, so das Unternehmen weiter. Negativ wirkten der Entfall der Ergebnisbeiträge veräußerter Gesellschaften und die Marktbedingungen in der fossilen Erzeugung aus. Zudem war 2012 durch die Einmalzahlung im Rahmen der Nachverhandlung von Gaslieferverträgen geprägt, die sich im Jahr 2013 nicht wiederholt hat.

»Das Jahresergebnis spiegelt deutlich die Belastungen durch ein schwieriges wirtschaftliches und regulatorisches Umfeld in Europa wider. Vor allem die Auswirkungen politischer Entscheidungen in Deutschland und die damit verbundenen unzureichenden Marktpreise für konventionelle Energien belasten weiterhin die Erzeugung, einen der traditionellen Eckpfeiler unseres Geschäfts. 2013 haben wir daher unsere Anstrengungen weiter verstärkt, E.on konsequent an die sich rasch verändernden Marktgegebenheiten anzupassen«, so Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen bei der Vorstellung des Jahresergebnisses in Düsseldorf.

Im Bereich der konventionellen Erzeugung überprüft das Unternehmen regelmäßig die Rentabilität der Erzeugungsanlagen und nimmt diese nötigenfalls vorübergehend oder dauerhaft außer Betrieb. Im Ergebnis hat das EVU eigenen Angaben zufolge bisher die Stilllegung von fast 13 Gigawatt Kapazität beschlossen. Dies entspricht mehr als einem Viertel der gesamten konventionellen Flotte von E.on in Europa.

Vor dem Hintergrund weiterhin angespannter energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwartet der Energieversorger für das Gesamtjahr 2014 ein EBITDA1 im Bereich von 8,0 bis 8,6Mrd.€, für den nachhaltigen Konzernüberschuss ein Ergebnis zwischen 1,5 und 1,9Mrd.€.