E.on und Google kooperieren

Die Unternehmen starten eine Offensive für Solarstrom. Ab sofort bieten die beiden Unternehmen die Plattform Sunroof gemeinsam in Deutschland an - und damit zum ersten Mal außerhalb der USA, heißt es.

09. Mai 2017

Zum Start werden rund sieben Millionen Gebäude durch die Webseite abgedeckt, darunter in Ballungsgebieten wie München, Berlin, Rhein-Main oder dem Ruhrgebiet, so die Unternehmen.

Hausbesitzer können mit Hilfe der Technologie einfach und präzise das Solarpotenzial ihres Eigenheims ermitteln. Dazu genügt es, die eigene Adresse online einzugeben.

Anhand weniger weiterer Parameter kann in Zukunft der Bau einer entsprechenden Anlage geplant werden.

Google Maps

 

Um den Ausbau der Solarenergie in Deutschland voranzubringen, bündeln E.on, Google und der Softwarehersteller Tetraeder ihre Kräfte.

"Auf der Sunroof-Webseite werden Technologien wie Google Earth & Maps, 3D-Modelle sowie Machine Learning, also selbstlernende Software, kombiniert, um Anfragen so präzise wie möglich zu beantworten", heißt es in einer Mitteilung.

Wetterdaten, Sonnenstand

 

Sunroof berechnet demnach für jedes erfasste Dach, wieviel Sonnenlicht im Laufe des Jahres darauf fällt. Es berücksichtigt Wetterdaten, die Position der Sonne zu unterschiedlichen Jahreszeiten, Fläche und Neigung des Daches sowie den Schatten umliegender Gebäude oder Bäume.

Am Ende “übersetzt” Sunroof die ermittelte Licht- in Energiemenge sowie die potenzielle Kostenersparnis.

Zum Start der Plattform in Deutschland wird “Sunroof” exklusiv auf www.eonsolar.de eingebunden.

Interessierte Hausbesitzer können dort nicht nur ihr Solarpotenzial ermitteln, sondern auch ein passendes Komplettpaket anfordern, bestehend aus Photovoltaik-Modul, Aura-Batteriespeicher sowie der E.ON SolarCloud.

 

Seit 2015 in den USA aktiv

In den USA gibt es Sunroof seit 2015, dort deckt es rund 60 Millionen Gebäude ab, heißt es.

Für Deutschland geht das Bundeswirtschaftsministerium von einem für die Photovoltaik nutzbaren Dachflächenpotenzial von knapp 1.100 Quadratkilometern aus – einer Fläche, halb so groß wie das Saarland, so E.on.

Zum Start deckt das Online-Tool rund 40 Prozent der deutschen Bevölkerung ab. Mittelfristig sollen möglichst viele deutsche Haushalte erfasst werden. Parallel prüfen die Partner, ob das System auf weitere europäische Märkte ausgerollt werden kann.