E-Tests im ländlichen Raum abgeschlossen

Elektroautos können auch außerhalb der Ballungsräume ohne Einschränkungen für den alltäglichen Gebrauch genutzt werden. Zu diesem Schluss kommen die Energiespeicher-Experten von Next Energy nach der Auswertung eines zehnwöchigen Feldtests mit drei auf Elektroantrieb umgerüsteten Audi A2.

03. November 2011

»Insgesamt haben unsere Probanden 12.166 Kilometer zurückgelegt und die Fahrzeuge dabei ohne jede Einschränkung in ihren Alltag einbinden können«, berichtet Projektleiter Christian Finger, bei Next Energy verantwortlich für das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderte Projekt ›GridSurfer‹, in dessen Forschungsaktivitäten die Fahrtests eingebunden waren. In dem Feldtest ging es dem Forscherteam laut eigener Angabe vorrangig um Erkenntnisse über die Nutzerakzeptanz und die Zuverlässigkeit von Elektroautos im ländlichen Raum. Entsprechend seien in der Projektregion rund um Oldenburg vorrangig Pendler als Testpersonen eingesetzt worden. Dabei lagen bis zu 80 km zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Um darüber hinaus auch möglichst viele Privatfahrten erfassen zu können, habe man für den Test besonders leistungsfähige Akkus mit 40 KWh Batteriespeicher gewählt. »Sie wurden von der Berliner Firma DBM Energy entwickelt und bestätigten im Test eine zuverlässige Reichweite von 200 Kilometern«, so Finger. »Unseren Erkenntnissen nach bereiten bei gemäßigter Fahrweise sogar Strecken bis 230 Kilometer keine Probleme.« Zum Vergleich: Als zuverlässige Reichweite für einen Zweitwagen hätten die Probanden zuvor im Schnitt einen Wert von 150 km als Mindestanforderung angegeben.

Die Tests waren laut eigener Angabe so angelegt, dass jede Fahrzeugbewegung mit Datenloggern und GPS-Erfassung protokolliert wurde. Aus den daraus generierten Nutzerprofilen ergebe sich eine durchschnittliche tägliche Reichweiten-Ausnutzung von 60 %. Das entspreche einer Fahrleistung von rund 120 km.

Seinen Ursprung hat das GridSurfer-Projekt im Technologie-Wettbewerb ›IKT für Elektromobilität‹, zu dem das BMWi aufgerufen hatte. Vorrangiges Ziel war die Erforschung IKT-basierter Schlüsseltechnologien und -dienste für die Integration der Elektromobilität in bestehende Energie- und Verkehrsnetze.