Edna: Bundesrat hat Smart Metering missverstanden

Der Umweltausschuss des Bundesrats hat Datenschutzbedenken hinsichtlich der Einführung der Zählstandsgangmessung angemeldet und die Bundesregierung aufgefordert, die StromNZV entsprechend zu überarbeiten. Nach Ansicht des Edna Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. sind diese Bedenken unbegründet.

10. Juli 2013

Die Leistungsmessung könne nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden eingerichtet werden, so Edna. Echte variable Tarife könnten ohne Leistungsgangmessung nicht eingeführt werden. »Wir gehen davon aus, dass der Umweltausschuss Sinn und Gestaltung des neuen Instruments missverstanden hat. Zudem stellt sich die Frage, ob derartige Details überhaupt in Gesetzen geregelt werden müssen oder ob das nicht sinnvoller nach dem Subsidiaritätsprinzip auf andere Ebenen verlagert werden sollte«, so EDNA-Geschäftsführer Rüdiger Winkler.

Mit der Zählerstandsgangmessung in der StromNVZ wird die viertelstündliche Leistungsmessung, Strombilanzierung und monatliche Ist-Abrechnung ermöglicht. Damit können künftig auch die privaten Endkunden erstmals eine entsprechende Abrechnung auf Basis variabler Tarife erhalten, wenn sie dies von den Netzbetreibern statt Standardlastprofil und jährlicher Abrechnung verlangen. Die Datensicherheit und der sichere Datenaustausch, so Edna, gehörten zu den Grundanforderungen des Smart Metering und seien durch die weiteren gesetzlichen Vorgaben künftig in jedem Fall gewährleistet, versichert Winkler.